Bund-Länder-Beratungen

Corona-Auflagen bis 10. Januar 2021 verlängert

Geschlossen Schild
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Symbolbild

Die Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwoch unter anderem die aktuelle Pandemielage beraten. Dabei wurde beschlossen, dass die im November gefassten Corona-Auflagen bis zum 10. Januar 2021 verlängert werden.

Bei den virtuellen Bund-Länder-Beratungen wurde beschlossen, die Corona-Auflagen bis zum 10. Januar 2021 zu verlängern. Bundeskanzlerin Angela Merkel wies darauf hin, dass der Verlauf der Infektionszahlen zwar positiv optimistisch stimmen kann, aber: „Wir haben das Ziel, wieder eine Inzidenz unter 50 Fällen pro 100.000 Einwohner zu bekommen. Davon sind wir sehr weit entfernt“, so Merkel am Mittwoch nach der Konferenz.

Ein weiteres Thema waren Aufbau und Organisation der Impfzentren in den Bundesländern. Merkel lobte die Anstrengungen vor Ort, denn sollte eine Zulassung des Vakzins bereits Ende des Monats erfolgen, müsse man vorbereitet sein. Auf Grundlage der Empfehlung der Ständigen Impfkommission werde nun festgelegt, in welcher Reihenfolge Impfungen stattfinden sollen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stellte die Möglichkeit noch schärferer Auflagen in Aussicht. Abhängig von der Pandemieentwicklung müsse überlegt werden, die Maßnahmen an einigen Stellen noch zu vertiefen: „Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können – oder ob wir nicht irgendwann noch mal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen“.

Was gilt vom 1. Dezember bis 10. Januar?

  • Kontaktbeschränkungen: Es dürfen sich nur zwei Haushalte und maximal fünf Personen treffen. Kinder unter 14 Jahren ausgenommen.
  • Ausnahme für Weihnachten und Silvester: Zwischen dem 23. Dezember und 1. Januar dürfen sich bis zu zehn Personen insgesamt treffen. Kinder unter 14 Jahren ausgenommen. Auf Silvesterfeuerwerk wird empfohlen zu verzichten. Öffentlich veranstaltete Feuerwerke sind untersagt.
  • Maske & Abstand: Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Ist dies nicht möglich, besteht die Maskenpflicht. Es besteht zudem eine erweiterte Maskenpflicht unter anderem auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte.
  • Veranstaltungen, Versammlungen, Gottesdienste: Veranstaltungen und Versammlungen sowie öffentliche Festivitäten sind untersagt. Tagungen, Kongresse, Messen und vergleichbare Veranstaltungen sind untersagt. Gottesdienste sind unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte möglich. Demonstrationen unter freiem Himmel sind unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich.
  • Freizeit- und Kultureinrichtungen: Geschlossen bleiben nahezu alle Kultureinrichtungen. Dazu zählen unter anderem Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Theater, Opern, Konzerthäuser, Kinos und ähnliche Einrichtungen. Geschlossen werden auch nahezu alle Freizeiteinrichtungen. Dazu gehören unter anderem Freizeitparks, touristische Bahnverkehren und Flusskreuzfahrten, Badeanstalten, Hotelschwimmbäder, Thermen und Wellnesszentren sowie Saunen, Spielhallen und sonstige Vergnügungsstätten. Touristische Busreisen sind ebenfalls untersagt.
  • Gastronomie und Beherbergung: Gastronomiebetriebe und Kneipen werden geschlossen. Möglich ist die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause. Alle sollen auf nicht notwendige private Reisen verzichten. Beherbergungsbetriebe dürfen nur noch Geschäftsreisende aufnehmen, jedoch keine Touristen.
  • Alkoholverbot: Alkoholkonsum auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und der Verkauf von Alkohol an Tankstellen und durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste ist ab 22 Uhr bis 6 Uhr verboten. Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist untersagt.
  • Ladengeschäfte: Ladengeschäfte bleiben geöffnet. Jedoch gibt es Einschränkungen wie viele Personen sich gleichzeitig in den Ladengeschäften aufhalten dürfen.
  • Dienstleistungsbetriebe: Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, sind untersagt. Dazu zählen zum Beispiel Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios. Friseursalons dürfen weiterarbeiten. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapie sowie Podologie/Fußpflege sind möglich.
  • Sport: Profisport ist ohne Zuschauer erlaubt. Mannschaftssport ist untersagt. Wer Sport treiben möchte, darf dies nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands. Der Betrieb und die Nutzung von Sporthallen, Sportplätzen, Fitnessstudios, Tanzschulen und anderen Sportstätten ist untersagt.

Die Regeln im Detail können unter https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/ nachgelesen werden.

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