Corona-Bußgeldkatalog erlassen

Bußgeldkatalog: Was passiert wenn man die Corona-Regeln bricht?

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml appellieren: "Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Dort, wo notwendig, wird die Bayerische Polizei die Kontrollen noch weiter verstärken."

Das bayerische Gesundheitsministerium hat einen Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus erlassen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml appellieren eindringlich, die Corona-Regeln unbedingt einzuhalten. "Wir alle müssen gemeinsam alles unternehmen, um das gefährliche Coronavirus bestmöglich einzudämmen", betonte Huml. An die Unbelehrbaren richtete Herrmann die klare Botschaft: "Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Dort, wo notwendig, wird die Bayerische Polizei die Kontrollen noch weiter verstärken." 

Beide stellten klar, dass es nicht darum geht, Bürgerinnen und Bürger zu kriminalisieren. "Aber jeder muss verstehen, dass es beim Coronavirus für viele Menschen um Leben und Tod gehen kann", erklärte Huml. Deshalb sei große Vorsicht und Rücksichtnahme erforderlich, um weitere Infektionen möglichst zu vermeiden. "Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung hält sich auch vorbildlich an unsere Schutzregeln", ergänzte Herrmann. Es seien aber auch Leute dabei, die aus Unwissenheit oder schlimmer noch aus Uneinsichtigkeit gegen die Vorgaben verstoßen. "Bitte suchen Sie nicht nach irgendwelchen Schlupflöchern, um beispielsweise die Ausgangsbeschränkung zu umgehen", rät Herrmann. "Damit können Sie sich und andere gefährden. Schalten Sie bitte immer Ihren gesunden Menschenverstand ein und bleiben Sie im Zweifel zuhause!"

Was kosten Regelverstöße?

Wer zum Beispiel den Mindestabstand von 1,50 Meter nicht einhält, muss mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen. Wenn man Speisen bei einem Restaurant abholt und dort der Mindestabstand zwischen den wartenden Gästen nicht eingehalten wird, kostet das den Restaurant Betreiber sogar 500 Euro.
Das Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund wird mit 150 Euro geahndet. 500 Euro Bußgeld kostet es, wenn man einen Angehörigen in einer Pflegeeinrichtung besucht. Denn für Pflegeeinrichtungen, Altenheime und Krankenhäuser gilt ein Besuchsverbot, ausgenommen hiervon sind jedoch Geburts- und Kinderstationen für engste Angehörige und Palliativstationen und Hospize.

Wenn ein Betrieb öffnet, der nach der Amtsverfügung eigentlich schließen muss, so muss dieser mit einer Strafe von 5000 Euro rechnen. Das Abhalten einer Veranstaltung kostet den Betreiber 2500 Euro Bußgeld.

Alle Bußgelder können dem "Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus" entnommen werden. Der Bußgeldkatalog ist hier als PDF abrufbar.

Rubriklistenbild: © Polizei Bayern

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