Corona im Oberallgäu: Die aktuelle Lage am 21. Oktober

„Corona-Ampel“ im Oberallgäu steht wieder auf grün - trotzdem gelten weiter strenge Regeln

Landratsamt Oberallgäu
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Symbolbild / Landratsamt Oberallgäu

Oberallgäu - Am Montag, 19. Oktober, teilte das Landratsamt Oberallgäu mit, dass die Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten wurde (wir berichteten). Seit Dienstag, 20. Oktober, gelten deshalb entsprechende Regeln im Landkreis. Am heutigen Mittwoch, 21. Oktober, lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Oberallgäu jedoch wieder unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Trotzdem gelten die gestern verordneten Regeln laut Landratsamt solange weiter, bis der Wert sechs Tage in Folge unter 35 liegt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Oberallgäu laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 32,0 (Stand: 21.10.2020, 00.00 Uhr) und laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 34,61 (Stand: 21.10.2020, 08.00 Uhr). Die Werte von LGL und RKI weichen ab, da sie ihre Statistiken zu unterschiedlichen Zeitpunkten aktualisieren. Das LGL veröffentlicht täglich am frühen Nachmittag die Zahlen von jeweils 8 Uhr. Das RKI aktualisiert die Zahlen um Mitternacht. Obwohl beide Zahlen aktuell für den Landkreis Oberallgäu unter 35 liegen, gelten die gestern verkündeten Regeln laut Landratsamt für weitere sechs Tage.

Diese Regeln gelten seit Dienstag, 20. Oktober:

Eine Maskenpflicht dort, wo Menschen dichter und/oder länger zusammenkommen. Das gilt insbesondere auf bestimmten, stark frequentierten Plätzen, auf Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich Fahrstühlen in allen öffentlichen sowie öffentlich zugänglichen Gebäuden, in den Schulen (außer Grundschulen) und Bildungsstätten auch im Unterricht, für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen sowie durchgängig auf Tagungen, Kongressen, Messen, in Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten, Kinos und Theatern auch am Platz.

Ein Verbot der Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle von 23 Uhr bis 6 Uhr in der Gastronomie. In dieser Zeit darf auch an Tankstellen und allen anderen Verkaufsstellen kein Alkohol verkauft werden. Auf den vom Landratsamt festlegtenstark frequentierten öffentlichen Plätzen darf in dieser Zeit auch kein Alkohol konsumiert werden.

Private Feiern und Veranstaltungen, insbesondere Hochzeiten, Geburtstage, Beerdigungen, Vereinssitzungen u.ä. werden auf zwei Haushalte oder maximal 10 Personen begrenzt. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Treffen im privaten oder öffentlichen Raum stattfinden.

Stark frequentierte öffentliche Plätze im Oberallgäu (die endgültige Festlegung erfolgt am Mittwoch im Rahmen einer Bekanntmachung)

  • Sonthofen: Fußgängerzone in der Promenadestraße, Hochstraße, Bogenstraße, Schloßstraße, Grüntenstraße und Hirschstraße
  • Immenstadt: Marienplatz, Kapuzinerplatz, im Bereich des Alpseehaus in Bühl in der Seestraße und der Seepromenade
  • Oberstaufen: Fußgängerzone in der Bahnhofstraße, Rainwaldstraße, Kirchplatz, Hugo-von-Königsegg-Straße, Schloßstraße, Arnikaweg, Lindauer Straße und JohannSchroth-Straße, Bereich des Kurparks und Staufenparks
  • Immenstadt: MarienplatzSonthofen: Fußgängerzone, Bahnhofsvorplatz
  • Bad Hindelang: verkehrsberuhigter Bereich in Hindelang und Oberjoch, der Bereich des Kurhausvorplatzes sowie Fuggerweg, Schloßplatz und Fäbergasse
  • Fischen: alle öffentlich zugänglichen Flächen um den Busbahnhof und Bahnhofstraße
  • Oberstdorf: Fußgängerzone in der Fischerstraße, Luitpoldstraße,Hauptstraße, Pfarrstraße, Metzgerstraße, Gartenstraße, Nebelhornstraße, Weststraße, Oststraße, Naglergasse, Maximilianstraße, Obere Bahnhofstraße und Bahnhofstraße, außerdem alle öffentlich zugänglichen Freiflächen rund um den Bahnhof, Busbahnhof sowie Poststraße

Kreischefin Baier-Müller nennt die Lage ernst und betont: „Um uns gegenseitig zu schützen und um einen weiteren Lockdown verhindern zu können, müssen wir unsere privaten Kontakte jetzt stark beschränken.“ Nur so könne die Gesundheitsversorgung und die Kontrolle über das Virus sichergestellt werden. „Und immer gilt: Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen und regelmäßig lüften!“ so Baier-Müller abschließend.

Seitens des Freistaates Bayern wurde eine Corona-Hotline eingerichtet: Tel. 089 122 220. Für regionalspezifische Fragen gibt es auch eine Corona-Hotline am Landratsamt: 08321/612-166.

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