Von Lockdown zu Lockdown

Corona-Lockdown: Das sind die neuen Regeln

Geschlossen Schild
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Symbolbild

Erst „Lockdown light“ im November, dann ein strenger Lockdown im Dezember und jetzt noch mehr: Kitas und Schulen bleiben zunächst bis Ende Januar geschlossen, die Faschingsferien fallen jedoch aus. Außerdem bleiben Hotels, Restaurants, viele Geschäfte und Dienstleister weiterhin zu. Ein Hausstand darf nur noch eine haushaltsfremde Person treffen. Die nächtliche Ausgangssperre bleibt bestehen und ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 gilt ein Verbot von touristischen Ausflügen über 15 Kilometer.

Das bayerische Kabinett hat die Verlängerung der derzeit in Bayern geltenden Infektionsschutzmaßnahmen über den 10. Januar 2021 hinaus bis zunächst zum 31. Januar 2021 beschlossen. Dies gilt auch für die nächtliche Ausgangssperre. Darüber hinaus gelten (ab 11. Januar) folgende weitere Maßnahmen:

  • Private Zusammenkünfte werden nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Abweichend davon ist die wechselseitige, unentgeltliche, nicht geschäftsmäßige Beaufsichtigung für Kinder unter 14 Jahren in festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaften zulässig, wenn sie Kinder aus höchstens zwei Hausständen umfasst.
  • In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner sind touristische Tagesausflüge über einen Umkreis von 15 Kilometern um den Wohnort (d.h. die politische Gemeinde) hinaus untersagt.
  • Betriebskantinen werden geschlossen, wo immer die Arbeitsabläufe es zulassen. Zulässig bleibt die Abgabe von mitnahmefähigen Speisen und Getränken. Verzehr vor Ort ist untersagt.

Dem Einzelhandel soll unter strikter Wahrung von Schutz- und Hygienekonzepten (insbesondere gestaffelte Zeitfenster zur Abholung) sowie umfassender Verwendung von FFP2-Masken möglich sein, sogenannte click-and-collect oder call-and-collect Leistungen – d.h. die Abholung online oder telefonisch bestellter Ware – anzubieten.

An den Schulen wird es bis Ende Januar keinen Präsenzunterricht geben, es soll aber ein Distanzunterricht für alle Jahrgangsstufen eingerichtet werden. Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und organisierte Spielgruppen für Kinder bleiben geschlossen. Eine Notbetreuung für Eltern, die ihre Kinder nicht selbst betreuen können, soll laut Beschluss eingerichtet werden. In der Pressekonferenz hat Ministerpräsident Söder außerdem angekündigt, dass es dieses Jahr keine Faschingsferien geben soll.

Der Bund wird gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt wird. Der Anspruch soll auch für die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule oder der Kindergarten bzw. die Klasse oder Gruppe pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde.

Bund und Länder werden am 25. Januar 2021 über das weitere Vorgehen ab 1. Februar beraten. Lesen Sie hier den Bund-Länder-Beschluss vom 5. Januar 2021 im Wortlaut hier.

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