Bundesregierung beschließt erneuten Lockdown

Lockdown im November: Das sind die Regeln

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Gestern hat der Landkreis Oberallgäu laut RKI den Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Damit gilt die Phase „Dunkelrot“ nun auch im Oberallgäu. Da die Zahl der positiv getesteten Personen auch deutschlandweit steigt, gab die Bundesregierung gestern Abend strikte Maßnahmen ab Montag, 2. November, bekannt. Was gilt ab Montag? Wir geben einen Überblick.

Ab Montag, 2. November, treten die Maßnahmen bundesweit in Kraft. Sie sind befristet bis Ende November. Nach Ablauf von zwei Wochen werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder sich erneut beraten und ggf. notwendige Anpassungen vornehmen. Auf folgende Beschlüsse haben sich Bund und Länder verständigt:

Kontaktbeschränkungen

Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist daher nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet, jedoch in jedem Fall mit maximal 10 Personen. Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - zu verzichten. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.

Veranstaltungen untersagt - Gastronomie muss schließen

Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Profisportveranstaltungen können nur ohne Zuschauer stattfinden. Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen sind die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause, sowie der Betrieb von Kantinen.

Freizeiteinrichtungen werden geschlossen

Dazu gehören unter anderem Theater, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Bordelle, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen, der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen.

Kosmetikstudios und Massagepraxen müssen schließen

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie zum Beispiel Kosmetikstudios und Massagepraxen werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden HygieneAuflagen geöffnet. Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen insgesamt geöffnet.

Schulen und Kindergärten bleiben offen

Die Länder entscheiden über die erforderlichen Schutzmaßnahmen.

Wenn möglich: Arbeiten von zu Hause

Bund und Länder fordern die Unternehmen eindringlich auf, jetzt wieder angesichts der hohen Infektionszahlen, wo immer dies umsetzbar ist, Heimarbeit oder mobiles Arbeiten zuhause zu ermöglichen. Regelungen zum Schutz besonders vulnerabler Gruppen dürfen nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen.

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