Schritt-für-Schritt Anleitung in Bilder

Sonthofer „Drive-In“ zum Corona-Test

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Der Test wird dem Probant mit einem Greifarm in den PKW gereicht

Im Oberallgäu und Kempten gibt es nun 14 bestätigte Corona-Virus-Fälle (Stand 12. März). Die Behörden rechnen jedoch mit einem zeitnahen Anstieg der Infektionen. Deshalb wurde in Sonthofen am Marktanger ein sogenannter „Drive-In“ eingerichtet, um Verdachtsfälle zu testen. Ab Montag, 16. März, ist auch ein „Drive-In“ in Kempten geplant.

Oberallgäu/Kempten - Ralph Eichbauer, Abteilungsleiter „Mensch und Gesundheit“, erklärt bei der Pressebesichtigung die Vorteile der Drive-In Lösung. „Durch die Selbstentnahme im Auto, hat der Proband keinen Kontakt zu weiteren Personen. Somit können wir die sogenannte Wartezimmerverschleppung des Virus vermeiden.“

Corona Drive-In: Eine Schritt-für-Schritt Anleitung in Bilder

Nach einem Anruf beim Gesundheitsamt bekommt man eine Fallnummer mit der man zur Probeannahmestelle - dem "Drive-In"- fahren kann © Sabine Tulachan
Zuerst werden die Daten bei der Registrierung aufgenommen. Während der ganzen Prozedur bleibt der Proband in seinem Auto sitzen. © 
Der nächste "Schalter" ist die Probenentnahme © Sabine Tulachan
Dort reicht ein/e Mitarbeiter/in der Johanniter das Probe-Stäbchen für die Speichelprobe © Sabine Tulachan
Der Proband nimmt das Stäbchen aus der Hülse, macht einen Abstrich im Mund und verschließt das Probestäbchen wieder selbst.  © Sabine Tulachan
Die Helferinnen und Helfer tragen Schutzausrüstung, um sich selbst nicht zu infizieren. © Sabine Tulachan
Das Probestäbchen für die Speichelprobe ist in einer Hülle verpackt. © Sabine Tulachan
Nach der Probeentnahme wirft der Proband die Probe in einen dafür vorgesehenen Eimer. Dieser wird mehrmals täglich geleert und in ein Labor nach Kempten geschickt. Das Ergebnis wird dem/der Patient/in telefonisch mitgeteilt. © Sabine Tulachan
Ralph Eichbauer ist Abteilungsleiter für Mensch und Gesundheit im Oberallgäu. Er erklärte bei der Pressekonferenz am 12. März den Ablauf im "Drive-In" © Sabine Tulachan

Wie funktioniert der Test per Drive-In? Wer den Verdacht hat, sich mit dem Virus infiziert zu haben, muss zunächst das Gesundheitsamt anrufen (Tel. 08321/612-520). Wenn der Patient schwer erkrankt ist, wird ein Fahrdienst für den Test zum Patient nach Hause kommen. Sind Patienten symptomatisch aber mobil, so bekommen sie von der Telefonhotline des Gesundheitsamtes eine Fallnummer für den „Drive-In“ zugeteilt. Mit dieser Nummer können sie dann per PKW zur entsprechenden Stelle fahren. Der erste Stopp ist am Regiestrierungs-Schalter. Dort werden die Daten des Patienten aufgenommen. Die „Probenentnahme“ ist der zweite Stopp. Dort reichen die Helfer mit einem Greifarm die Probe zum Patient ins Auto. Dieser entnimmt die Speichelprobe selbst im Auto und steckt das Stäbchen wieder in die dafür vorgesehene Hülle. Anschließend schmeißt der Patient die verschlossene Probe in einen dafür vorgesehenen Eimer und verlässt die Drive-In Anlage wieder per PKW. Die Proben aus Sonthofen werden mehrmals täglich in ein Labor nach Kempten geschickt und dort ausgewertet. Die getesteten Personen bekommen das Resultat sowie die weiteren notwendigen Schritte telefonisch mitgeteilt.

Der Schutz der Helferinnen und Helfer des THW und der Johanniter in der Drive-In Anlage hat dabei oberste Priorität. Sie arbeiten in spezieller Schutzkleidung sowie mit Brille und Atemschutz. Es sind immer mindestens sechs bis acht Personen am Drive-In im Einsatz. Aufgrund der zusätzlichen Belastung durch den Atemschutz, müssen die Helferinnen und Helfer nach 120 Minuten im Einsatz je eine halbe Stunde Pause machen. Der Drive-In in Sonthofen ist vorerst täglich von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Ralph Eichbauer erklärt jedoch, dass die Öffnungszeiten je nach Bedarf dynamisch angepasst werden.

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