Indische Variante im Allgäu

Corona-Todesfall: Delta-Mutation im Oberallgäu entdeckt

Gesundheitsamt veranlasste Untersuchung auf Delta-Variante
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Gesundheitsamt veranlasste Untersuchung auf Delta-Variante

Oberallgäu — Der erste Fall der indischen Variante ist im Oberallgäu entdeckt worden. Der Erkrankte ist mittlerweile verstorben.

Die sogenannte indische oder Delta-Variante der COVID-19-Erkrankung ist jetzt auch im Landkreis Oberallgäu angekommen. Der Fall wurde dem Oberallgäuer Gesundheitsamt erst in der vergangenen Woche bekannt, ebenso die spezifische Mutation. Bei dem 60-jährigen Mann gab es Risikofaktoren und Vorerkrankungen, er ist nach einigen Tagen stationärer Krankenhausbehandlung am 12. Juni verstorben.

Rückverfolgung erweist sich als schwierig

Das Gesundheitsamt ist derzeit damit beschäftigt, durch weitreichende Befragungen im privaten wie im beruflichen Bereich des Verstorbenen mögliche Verbreitungswege herauszufinden, Infektionsketten zu identifizieren und zu unterbrechen. Dies gestaltet sich momentan als schwierig. Unter anderem werden derzeit auch Mitglieder einer Kirchengemeinde befragt.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Mutation ansteckender ist als die bisherige „britische“ Variante, und die Menschen angesichts dessen weiterhin die AHA+L+A-Regeln befolgen sollen – also Abstand halten, Hygiene beachten (Hände waschen), im Alltag Maske tragen, Lüften und Warn-App nutzen.

++Update++ 22. Juni Wie das Landratsamt Oberallgäu mitteilt, sind die Ermittlungen um den ersten Fall einer Corona-Infektion mit der sogenannten „Delta“-Variante abgeschlossen. Dabei wurden insgesamt 5 Fälle im Oberallgäu identifiziert und bestätigt und zusätzlich einer mit Wohnsitz im Landkreis Ostallgäu. Die Infektionsketten sind jetzt unterbrochen – man rechne nach den umfangreichen Ermittlungen nicht mit weiteren Folgefällen aus diesem „Cluster“. Dieser werde aber weiterhin beobachtet, so Dr. Ludwig Walters, Leiter des Gesundheitsamts am Landratsamt.

Davon völlig unabhängig gibt es einen weiteren Fall eines Mannes, der von einem Auslandsaufenthalt zurückgekehrt war. Hier wurde eine Kontaktperson ermittelt. Beide Betroffenen befinden sich in Quarantäne.

Gesundheitsamt testet auch auf Delta-Variante

Im Oberallgäu sind mittlerweile weit über 95 Prozent der Coronafälle auf die erstmals in Großbritannien aufgetretene Mutation (Alpha-Variante) des Coronavirus zurückzuführen. Die aus Indien bekannte Mutation (Delta-Variante) ist jedoch weit ansteckender als die Alpha-Variante. Wenn bei Laboranalysen keine der altbekannten Varianten entdeckt wird, veranlasst das Gesundheitsamt oder das Labor die Untersuchung momentan auch auf die Delta-Variante..

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