"Aktiv gestalten" – Sehrwind erklärt "Oberstdorf-Plan 2014"

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Fritz Sehrwind ist der CSU-Kandidat fürs Oberstdorfer Bürgermeisteramt bei den Kommunalwahlen im März.

Oberstdorf - „Wir wollen aktiv gestalten – nicht abwarten und verwalten", sagte Bürgermeister-Kandidat Fritz Sehrwind bei seiner Wahlveranstaltung, bei der sich auch die 19 Kandidaten vorgestellt haben, die sich am 16. März um einen Sitz im Gemeinderat bewerben. „Wir treten mit einem guten, engagierten und ausgewogenen Team an“, so Sehrwind.

Vier Kernbereiche – Wirtschaft, Soziales, Kultur und Natur – gehören zu Sehrwinds „Oberstdorf-Plan 2014 - 2020“. Da geht es um Angebote für Kinder, Familien und Senioren, um ein reges Vereinsleben mit Musik und Brauchtum und um den Ausbau regenerativer Energien. Wobei beim Bau von Wasserkraftwerken nur „vertretbare“ Eingriffe in die Natur vorgenommen werden sollen, die den Tourismus nicht beeinträchtigen, sagte Sehrwind. Schwerpunkte im Bereich Wirtschaft sind die bauliche Weiterentwicklung im Dorf, der Tourismus sowie Handel und Finanzen. Sehrwind will eine solide Finanzpolitik ohne Mehrbelastung der Bürger umsetzen. Und: „Wir wollen Oberstdorf als alpinen Ort mit dörflichem Charakter stärken.“ 

Die Therme solle im Ort bleiben. „Die Bade- und Wellnessabteilungen großer Hotels arbeiten auch meist nicht kostendeckend. Bei einem öffentlichen Bad ist das nicht anders.“ Die Sanierung der Therme müsse zeitnah erfolgen. Ebenso wie die Sanierung der Straßen. Im neuen Haushalt seien auf Betreiben der CSU-Fraktion dafür 200.000 Euro zusätzlich eingestellt worden. Die flächige Sanierung der Straßen sei ein langfristiger Prozess. „Alles auf einmal geht nicht, aber beginnen muss man.“ 

Das „Alte Rathaus“ soll einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Bis auf die Ankündigung, dass ein „Investor“ bei der Gemeinde angefragt habe, sei nichts geschehen, auch seien keine Finanzmittel eingestellt worden. Für die Grundschule favorisiert Sehrwind den jetzigen Standort, weil sich die Schüler dann im weitgehend verkehrsberuhigten Ortskern bewegen. 

Auch die Modernisierung von Nebelhornbahn, Höllwies und Söllereckbahn nimmt Fritz Sehrwind in seinem Programm in den Blick. Vor allem bei der Kur AG, deren Mehrheitsgesellschafter die Gemeinde ist, warte man seit Jahren auf Initiativen. Um die maximale staatliche Förderung für die notwendigen Investitionen zu erreichen, muss eine grundsätzliche Diskussion über die Beteiligungsquote der Gemeinde geführt werden, allerdings nur bei einem stimmigen Gesamtkonzept. 

Bedarfsorientiert und unter Berücksichtigung des Bestands soll Bauland für Familien und Gewerbe geschaffen werden. Ein aktives Grundstücksmanagement soll für Sehrwind zur Chefsache werden. Für die Belange des Einzelhandels soll ein Citymanager angestellt werden. Bei allen seinen kommunalpolitischen Zielen liegt Sehrwind die Gleichbehandlung vom Kernort und Ortsteilen sehr am Herzen – ob es um die Bereitstellung des schnellen Internets oder um den Erhalt von Veranstaltungsräumen geht. 

Kritik an der Verwaltung gab es von Zuhörerseite. Die Verwaltung sei ein Dienstleister und müsse auf Bürgeranliegen nicht abwehrend, sondern helfend reagieren. Vielleicht, so hieß es in der Diskussion, könnte ein neuer Bürgermeister Einfluss nehmen auf die Besetzung einzelner Referate.

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