Im kommenden Jahr wird mit dem Rohbau begonnen

Das wird die neue Therme in Oberstdorf

Zeichnung der neuen Therme in Oberstdorf
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Im kommenden Frühjahr sollen die Bauarbeiten für die „Neue Therme“ anlaufen.

Oberstdorf – Vor Kurzem wurde dem Oberstdorfer Gemeinderat die ausführliche Entwurfsplanung zum Neubau der Therme in Oberstdorf vorgestellt. Neben den fortgeschriebenen Grundrissen, Gebäudeschnitten und Ansichten präsentierten die Architekten Auer Weber Assoziierte GmbH auch erste Ideen und Visualisierungen aus dem Farb- und Materialkonzept. Zielrichtung: Die natürliche Vielfalt Oberstdorfs soll das gesamte Erscheinungsbild der Neuen Therme Oberstdorf prägen.

Die Materialien sowohl im Außen- als auch im Innenbereich sind ortstypisch gewählt und verkörpern eine authentische Atmosphäre. Die Wasserflächen der Therme, die Umkleidebereiche und Ruheräume, die Saunen und der Spa-Bereich sowie die Gastronomie werden thematisiert und orientieren sich am Leitbild von Tourismus Oberstdorf „Natürlich, Authentisch, Vielfältig“. „Damit wird die neue Therme Oberstdorf ein einzigartiger Erlebnisraum mit besonderem Wohlfühlcharakter, für Oberstdorfer Gäste und Einheimische gleichermaßen“, so Tourismusdirektor Frank Jost.

Die Kostenschätzung der Vorplanung wurde vom Marktgemeinderat bereits im August vergangenen Jahres freigegeben. Laut Projektkoordinator Max Feldengut führen zur Kostensteigerung von 6,13 Prozent neben notwendigen Baugrundverbesserungen, erhöhten Brandschutzanforderungen und Maßnahmen zur Integration der bestehenden Heizzentrale auch die geforderte, dachintegrierte Photovoltaikanlage für rund 415 000 Euro netto. Die PV-Anlage dient ausschließlich der Eigenversorgung der Neuen

Therme und wird sich durch den geringeren Stromverbrauch nach rund 12,5 Jahren amortisieren, so Feldengut. Die Projektsteuerung der Hitzler Ingenieure gibt an, dass auch die Baupreissteigerung anhand des Baukostenindex um 1,1 Prozent sowie die anteilige Erhöhung der Baunebenkosten in der Kostenberechnung der Leistungsphase 3 berücksichtigt sind.

Der Marktgemeinderat hat die Entwurfsplanung einschließlich Kostenberechnung mit 32,6 Millionen Euro netto freigegeben. Der Planungsstand der Entwurfsplanung und die Kostenberechnung bilden die Grundlage für den Förderantrag, der nun bei der Regierung von Schwaben eingereicht werden kann.

„Mit der Neuen Therme Oberstdorf fördern wir den Qualitätstourismus und die Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Tourismuswirtschaft. Die Therme ist damit zentraler Bestandteil unserer touristischen Nachhaltigkeitsstrategie und wir sind froh, zusammen mit dem Freistaat Bayern dieses Großprojekt realisieren zu können“, sagte Tourismusdirektor Jost. Die Kurbetriebe Oberstdorf als Bauherr der Neuen Therme kalkulieren mit einer Förderquote von 35 Prozent durch die Förderung des Freistaat Bayern – entsprechend der Richtlinien zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen.

Der durch die Projektsteuerung vorgestellte Rahmenterminplan sieht vor, dass im Oktober mit der Baufeldfreimachung sowie den Erd- und Verbauarbeiten begonnen werden kann. Nach einer Winterpause sollen dann im Frühjahr 2022 die Hauptarbeiten mit dem Rohbau beginnen.

Weiterhin hat der Marktgemeinderat beschlossen, dass anstatt der bislang geplanten Sanierung des 50 Jahre alten Heizkellers im Bestand umfangreiche Erneuerungen der Bausubstanz und Wärmeerzeugungsanlagen durchgeführt werden sollen. Der Marktgemeinderat stimmte einer „nachhaltigen und zukunftsorientierten Optimierung“ der Heizzentrale zu. Hinsichtlich der Ausprägung der Dachform wurde bis zuletzt zwischen den von den Architekten empfohlene, moderne und geradlinige Architektur und dem Wunsch eines Dachüberstandes abgewogen. Hierzu werden in einer der nächsten Sitzungen des Marktgemeinderates weitere Alternativen geprüft.

Informationen zur aktuellen Planung sowie weitere Informationen zum Neubau der Therme unter www.neue-therme-oberstdorf.de.

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