Woche der Demenz vom 18. bis 24. September

Heute ist Welt-Alzheimertag

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Wissen Sie eigentlich, welche Woche gerade ist? Nein, die Rede ist nicht von der 38. KW. Vielmehr befinden wir uns dieser Tage, also vom 18. bis 24. September, in der „Woche der Demenz“. Sie wird alljährlich von der nationalen Allianz für Menschen mit Demenz ausgerufen.

Am heutigen Donnerstag, 21. September, ist zudem Welt-Alzheimertag. Das Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages und der Woche der Demenz lautet in Deutschland: "Demenz. Die Vielfalt im Blick". Es soll die vielen Formen und Gesichter der Demenz verdeutlichen. Die Johanniter beteiligen sich mit einer Info-Veranstaltung in Fischen an der Aktion. 

Demenzerkrankungen wie Alzheimer und viele andere werden für immer mehr Menschen zur hautnah erlebten Realität – entweder, weil sie selbst von einer solchen Erkrankung betroffen sind oder weil nahestehende Personen erkranken und zunehmender Unterstützung bedürfen. Laut Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. sind aktuell weltweit etwa 46 Millionen Menschen dementiell erkrankt.

Die Autoren des Welt-Alzheimerberichtes schätzen, dass die Zahl bis 2050 auf voraussichtlich 131,5 Millionen ansteigen wird. Allein in Deutschland leben derzeit zirka 1,4 Millionen Betroffene. Tendenz steigend. Um die Öffentlichkeit auf die Situation dementiell erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen, rief die Organisation Alzheimer's Disease International im Jahr 1994 den Welt-Alzheimertag mit zahlreichen Veranstaltungen ins Leben, der seither alljährlich am 21. September vielerorts mit unterschiedlichen Aktivitäten begangen wird. 

In Deutschland organisieren die örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen jedes Jahr eine Reihe von regionalen Veranstaltungen, wie etwa Vorträge, Tagungen, Gottesdienste, Benefizkonzerte u.v.a.. Die Johanniter beispielsweise laden alle Interessenten und Betroffenen von 14 bis 17 Uhr in die Tagespflege Fischen ein. Bei Kaffee und Kuchen beantworten die Fachkräfte dort gern Fragen rund um das Thema Demenz und Alzheimer. 

Das ganzjährige Engagement der Johanniter im Bereich der Demenzbetreuung ist allgäuweit zu finden und breit gefächert. So engagiert sich die Hilfsorganisation beispielsweise gemeinsam mit dem Caritasverband Kempten/Oberallgäu, der Alzheimergesellschaft Allgäu e. V., der Diakonie und dem BRK im Demenz Zentrum Allgäu. Ziele dieser starken Kooperation sind die Verbesserung der Informationsmöglichkeiten und der Beratungsangebote, Hilfestellungen beim Aufbau von Hilfsangeboten, Unterstützung und Entlastung pflegender Angehöriger sowie die seelsorgliche Begleitung der Erkrankten und ihrer Angehörigen. 

Auch durch ihre mobilen Pflegedienste tragen die Johanniter direkt bei den Menschen vor Ort dazu bei, dass die Erkrankten so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können und pflegende Angehörige entlastet werden. Überdies bieten ehrenamtliche Helfer der Demenzbetreuung pflegenden Angehörigen in dieser körperlich seelisch sehr belastenden Situation durch stundenweise Betreuung des Demenzerkrankten zu Hause immer wieder Zeiten der Entlastung an, beraten problem- und situationsbezogen und sind bei der Beantragung der Leistungen durch die Pflegekasse behilflich. 

In Kaufbeuren, Bad Wörishofen und Pleß bei Memmingen haben die Johanniter in den letzten Jahren so genannte Demenzcafés ins Leben gerufen, die gut angenommen werden. Mehrmals pro Woche treffen sich dabei Menschen, die sich in unterschiedlichen Stadien einer kognitiven Einschränkung befinden, für einige Stunden. Dabei werden sie von Fachkräften und speziell ausgebildeten ehrenamtlichen Demenzbetreuerinnen liebevoll und kompetent betreut. Auf dem Programm stehen Sitztanz oder einfache Gymnastikübungen, gemeinsamer Kaffeeklatsch und verschiedene Beschäftigungsangebote. In Kaufbeuren unterhalten die Johanniter zusätzlich eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für bis zu zehn Menschen mit kognitiver Einschränkung. 

Demenz 

Demenz ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen, die mit dem Verlust der geistigen Fähigkeiten sowie Veränderungen der Persönlichkeit einher gehen. Betroffene leiden unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, zunehmender Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit. In weiter fortgeschrittenen Phasen schwindet auch das Sprachvermögen. Besonders belastend für die Angehörigen ist die häufig mit der Krankheit einhergehende Persönlichkeitsveränderung, die sich Aggressivität oder Depression äußern kann. Die häufigste Demenzform ist die Alzheimer-Erkrankung, die rund 65 Prozent aller Demenzfälle ausmacht. Demenz ist nicht heilbar. Jedoch lassen sich die Abbauprozesse im Gehirn verlangsamen oder aufhalten.

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