Ein Kleinod vor der Bergkulisse

Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Sanierung der Kapelle in Bolsterlang

Kapelle St. Wendelin und St. Anna in Untermühlegg in Bolsterlang
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Mit weiteren 20 000 Euro unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz DSD die Instandsetzung der Kapelle inUntermühlegg.

Bolsterlang – Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt Mittel für die Instandsetzung der St. Wendelin und St. Anna-Kapelle bereit.

Das landschaftlich wunderschön gelegene kleine Gotteshaus ist eines der über 500 Objekte, die die spendensammelnde Denkmalschutzstiftung dank ihrer Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.

Diesmal kommen 20 000 Euro der Instandsetzung der Raumschale und der Restaurierung der Ausstattung zugute. Die DSD hat Arbeiten an der Kapelle bisher mit insgesamt 30 000 Euro unterstützt.

Gotischer Bau

Der einsam in einer reizvollen Berglandschaft stehende gotische Bau wurde 1445 geweiht und 1706 nach Westen verlängert. Dabei wurden gleichzeitig die Fenster erweitert, neue Decken eingezogen und die Sakristei erneuert. Diese umfassende Renovierung ist Ausdruck der Blüte der Wallfahrt zum Hl. Wendelin im 17. bis 18. Jahrhundert.

Der Hochaltar wurde 1684 geschaffen und 1872 neu gefasst. Zwischen zwei gedrehten Säulen mit Weinlaub steht in einem Rundbogen eine Maria Immaculata auf der Mondsichel im Strahlenkranz. Auf der linken Seite ist auf einer Konsole mit Engelskopf der Hl. Wendelin dargestellt, auf der rechten Seite der Hl. Joachim.

Bau im 18. Jahrhundert verlängert

Im zweisäuligen Auszug ist schließlich eine Anna Selbdritt abgebildet. Zwei sitzende Engel auf den seitlichen Segmentgiebelstücken und eine Statuette des Erzengels Michael mit der Seelenwaag zwischen zwei sitzenden Putten vervollständigen die Motive.

In den flachen Muschelnischen des Auszugs finden sich als Schnitzstatuetten wieder eine Mutter Anna mit Maria und der Hl. Wendelin. Die Seitenaltäre wurden nach der Verlängerung der Kapelle gegen 1710 errichtet. Die Gemälde in den 13 Feldern der Emporenbrüstung stellen Christus und die 12 Apostel dar. Im Innenraum sind die historischen Putze in großem Umfang erhalten geblieben. Die Votivbilder erinnern an die Verehrung des Hl. Wendelin in Untermühlegg vom 17. bis ins 19. Jahrhundert.

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