Im Dialog mit der Jugend

Diese Themen bewegen die Sonthofer Jugend: Immigration, Klima und Schule

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Die Jugendvertreter des Jugendparlaments Sonthofen, der Grünen Jugend und von Fridays for Future stellten ihre Fragen an die Politiker

Am Freitag, 21. Februar, kamen Mitglieder des Jugendparlaments in Sonthofen, der Grünen Jugend und von Fridays for Future mit Vertreter der Grünen Oberallgäu und Bayern zusammen.

Sonthofen – Ein großes Anliegen der Jugendlichen war die Situation der Flüchtlinge in der Unterkunft in Ofterschwang. Fridays for Future kritisierte, dass die Unterbringung in den Containern menschenunwürdig sei. Eva Lettenbauer, Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, sieht die Verantwortung überregional: „Die Flüchtlinge sind ein großes Thema und stehen in engem Zusammenhang mit dem Klima. Wenn wir nichts für den Klimaschutz tun, werden immer mehr Flüchtlinge zu uns kommen. Vor allem Bayern und die EU müssen ihrer Verantwortung gerecht werden.“

Klima und Umwelt waren bei der Diskussion wichtige Themen für die Jugendvertreter. Sie wollten wissen, wie die Politik in die Wirtschaft eingreifen könne, um in der gesamten Lieferkette umweltfreundliche und faire Bedingungen zu schaffen. Die Landratskandidatin der Grünen Oberallgäu Christina Mader sieht die Verantwortung vor allem bei jedem Einzelnen: „Die Konsumenten müssen umdenken. Man kann auf Gütesiegel wie den grünen Knopf achten oder Second Hand kaufen.“ Eva Lettenbauer nimmt hingegen vor allem die Politik in die Pflicht. Sie verweist auf die Notwendigkeit von Handelsabkommen und Lieferkettengesetze: „Der Konsument soll nicht entscheiden müssen, ob er etwas Gutes oder Böses kauft. In der EU sollten Mindeststandards gelten. Es ist Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass wir und die Menschen in der Produktionskette gut leben.“

Die Jugendlichen verlangten, dass solche Themen in der Schule kontrovers diskutiert werden müssten: „Wir lernen in der Schule zwar über die Probleme, aber nicht über Lösungen. Die Schule sollte uns zu kritischen Bürgern erziehen.“ Der Abgeordnete im Bayerischen Landtag Thomas Gehring bestätigte die Notwendigkeit von einem Fach wie Alltagskompetenz, in dem Digitalkunde und kritisches Denken Platz finden könnten. 

Christina Mader appellierte abschließend an die Jugendlichen, diese Anliegen bei den Verantwortlichen aktiv einzufordern.

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