Dickes "Plus" für Bad Hindelang

Startschuss für einen „All inclusiv-Urlaub“. Pünktlich zum Beginn der Sommersaison setzt Bad Hindelang alles auf eine Karte mit dem Projekt „Bad Hindelang Plus - Urlaub ohne Nebenkosten“. Mit der neuen Bonuskarte haben Gäste freie Fahrt bei den Bergbahnen, vielen Freizeiteinrichtungen und dem Oberallgäuer Personennahverkehr.

Für Bad Hindelangs Bürgermeister, Adi Martin, wurde mit dem Start von Bad Hindelang Plus „eine Vision“ Wirklichkeit. „Ein Sommermärchen für den Geldbeutel unserer Gäste“, meint Martin zu der Trumpfkarte, die der Kur- und Urlaubsort jetzt spiele. Und im Winter kommen noch 32 Kilometer Piste und drei Rodelbahnen - ebenfalls kostenlos - dazu. Dann gibt es ein „Wintermärchen“ obendrein. Den Weg zur neuen Hindelanger Gästekarte vergleicht Martin mit einer „schwierigen Bergtour“. Viele Gespräche und Sitzungen - und ein Gemeinderat, der einstimmig hinter dem Projekt stand - seien vorausgegangen, bis 17 Leistungspartner und 221 Vermietbetriebe mit insgesamt 500000 Übernachtungen pro Jahr im Boot waren. Das Angebot komme zum richtigen Zeitpunkt. Gerade in der wirtschaftlichen Krise stehe der Urlaub im eigenen Land wieder höher im Kurs. Bad Hindelang biete mit „Bad Hindelang Plus“ einen kalkulierbaren Urlaub an, so Bürgermeister Adalbert Martin. Wandern und der Familienurlaub sind die tragenden Säulen im Angebot. Neu erfunden haben die Hindelanger Touristiker das Rad übrigens nicht. Martin: „Wir haben über den Tellerrand hinaus geschaut - weit sogar: bis Oberstaufen.“ Dort nämlich habe man mit dem Projekt „Oberstaufen Plus“ das ideale Vorbild gefunden. Dort zeigten die Übernachtungszahlen, dass „Plus“ funktioniere, das im Vorjahr eingeführt worden sei. Oberstaufens Bürgermeister Walter Grath prophezeit dies auch Bad Hindelang: „Ich gehe davon aus, dass die Zahlen dort ebenfalls schnell ansteigen werden.“ Als erfolgreicher Vorreiter wurde „Oberstaufen Plus“ im Vorjahr mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet. In Bad Hindelang konnten die Berater und Projektbetreuer die Oberstaufener Erfahrungen nutzen und sich mit Projektleiter Andreas Feustel gleich einen Plus-Fachmann „angeln“. Mit 280000 Euro stieg die Marktgemeinde bei der Gästekarte „Bad Hindelang Plus“ ein. „Hindelang will wieder Übernachtungsmillionär werden“, warf Bürgermeister Adi Martin einen Blick nach vorne. Statt zu jammern, habe man ein „kleines Konjunkturprogramm“ angestoßen. Entscheidender Durchbruch sei die Einbeziehung des Öffentlichgen Personennahverkehrs gewesen. Die beiden Projekte in Oberstaufen und Bad Hindelang sieht der Oberallgäuer Landrat als Mehrwert für den Tourismus im Allgäu. Gebhard Kaiser: „Langfristig muss das Ziel heißen: Allgäu Plus oder zumindest Oberallgäu Plus!“ Nur durch den Ausbau der Vernetzung und Zusammenarbeit habe die Region auf Dauer Chancen, sich auf dem Weltmarkt Tourismus zu behaupten. Bad Hindelang setzt mit dem Angebot „Bad Hindelang Plus“ auf die bewährte Technologie der Allgäu-Walser-Card und deren Leistungsangebote.

Meistgelesen

"Bettl mit Dettl" an der Drogeriemarktkasse
"Bettl mit Dettl" an der Drogeriemarktkasse
"Bettl mit Dettl" - LaBrassBanda vs. Musikkapelle Burgberg
"Bettl mit Dettl" - LaBrassBanda vs. Musikkapelle Burgberg
Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Bayerisches Umweltministerium lockert Stallpflicht
Bayerisches Umweltministerium lockert Stallpflicht

Kommentare