Feier in kleinem Kreis

Dieter Fischer (FW) ist jetzt Altbürgermeister von Burgberg

Dieter Fischer (FW) wurde zum Altbürgermeister ernannt. Die Urkunde wurde von einem Werk des Burgberger Malers Arnulf Heimhofer begleitet.
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Dieter Fischer (FW) wurde zum Altbürgermeister ernannt. Die Urkunde wurde von einem Werk des Burgberger Malers Arnulf Heimhofer begleitet.
  • vonJosef Gutsmiedl
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Burgberg – Dieter Fischer (FW) wurde zum Altbürgermeister ernannt. Mit einem Jahr Verspätung fand der Festakt nun in kleinem Rahmen statt.

Dass es über ein Jahr dauern würde, bis die 30-jährige Amtszeit und das Wirken des Burgberger Bürgermeisters Dieter Fischer, gewürdigt werden könnte, hatte vor einem Jahr niemand gedacht. Der Wechsel fiel mitten in den ersten Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020. Jetzt wurde der Festakt – in kleinem Rahmen – nachgeholt und Dieter Fischer zum Altbürgermeister ernannt.

Dieter Fischer war seit 1990 Bürgermeister in Burgberg

„Ganz ohne kann ich jetzt auch nicht gehen“, meinte der im vergangenen April aus dem Amt geschiedene langjährige Burgberger Bürgermeister Dieter Fischer zum Ende der Zeremonie. Viel sei geschehen in den 30 Jahren seiner Zeit als Bürgermeister Burgbergs seit 1990. Sein Fazit: Kommunalpolitik müsse sich behaupten. „Dazu sind wir eigentlich da – nah dran an den Menschen.“ Das Volk sei der Staat, so Fischer. Gerade in Corona-Zeiten sei es wichtig, selbst Verantwortung zu übernehmen und gegen eine „Egal-Einstellung“ Position zu beziehen.

Seine Zeit als Bürgermeister habe ihm gezeigt: „Es braucht engagierte Leute.“ Bei allen unterschiedlichen Meinungen und Ansichten in den Gremien müsse man eine Gemeinschaft sein.

Bürgermeister André Eckardt (CSU) hielt Laudatio

Bürgermeister André Eckardt (CSU) bescheinigte seinem Vorgänger im Bürgermeisteramt, ihm eine Gemeinde hinterlassen zu haben, die „die Hausaufgaben gemacht hat“. „Halbe Sachen waren nie Dein Ding!“ Das Wohl der Gemeinde habe für Dieter Fischer immer an erster Stelle gestanden, schloss Eckardt seine Laudatio zur Ernennung Fischers zum Altbürgermeister. Und schlagfertig entgegnete der frischgebackene Altbürgermeister: „Es war hoffentlich ein einstimmiger Beschluss des Gemeinderates.“

Die Urkunde wurde von einem „richtigen Abschiedsgeschenk“ begleitet: einem Werk des Ende vergangenen Jahres verstorbenen Burgberger Malers Arnulf Heimhofer.

Im Rückblick auf Fischers lange Amtszeit schwang in den Betrachtungen des Oberallgäuer Altlandrates Gebhard Kaiser auch das eigene Erleben dieser „Ära“ mit. „In diesen 30 Jahren konnte viel bewegt werden.“ Und mit Dieter Fischer habe er in dieser Zeit „immer gut zusammengearbeitet“. Als Bürgermeister sei Fischer stets „ein besonderer Künstler“ gewesen, der die Interessen immer wieder zusammengeführt habe.

Tempo-40-Regelung in Burgberg dank Fischer

Bürgermeister sei ohnehin das schönste Amt, das es in der Politik gebe: „Man ist Organisator, Finanzexperte, Politiker, Sozialarbeiter, Makler, Richter und oft auch Seelsorger oder auch Betriebsleiter von Verwaltung und Bauhof – und Aufsichtsrat in Gremien.“

Als Beispiel für das „Geschick“ und Fingerspitzengefühl Fischers erinnerte Kaiser an die Tempo-40-Regelung in Burgberg: Das sei in keinem Gesetz vorgesehen, bewähre sich aber in der Praxis und räume den Streit um Tempo-30 aus. Auch wenn der Ruf nach Regelung lauter geworden sei, müsse man als gewählter Vertreter „immer den eigenen Verstand einschalten“, den Entscheidungsspielraum nutzen und die kommunale Selbstverwaltung stärken. „Man kann nicht alles von oben regeln.“ Manches müsse man selbst in die Hand nehmen – im Rahmen der Gesetze, plauderte der Altlandrat aus dem Nähkästchen.

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