Dieter Linka war beim Bau der weltlängsten Hängebrücke verantwortlicher Bauleiter

Brückenbauer aus Oberstdorf

Dipl.-Ing. Dieter Linka aus Oberstdorf vor der von ihm konstruierten Hängebrücke „TITAN RT“ im Harz, die als längste der Welt gilt.

Oberstdorf – Anfang Mai war es soweit: Die intensive und hoch komplexe Planungsphase von etwas mehr als drei Jahren hat sich für den verantwortlichen Bauingenieur und Tragwerksplaner Dipl.-Ing. Dieter Linka (54) aus Oberstdorf gelohnt.

An der Rappbodetalsperre im Harz konnte in seinem Beisein und mit allen Projektbeteiligten die Hängebrücke „TiTAN RT“ nach nur zehn Monaten Bauzeit planmäßig und feierlich eröffnet werden.

Viele Tausende Besucher verfolgten gespannt die Feierlichkeit, ehe sie selbst das Drehkreuz passieren und sich einen eigenen Eindruck dieses imposanten Bauwerks der Superlative machen konnten.

Die Hängeseilbücke gilt nunmehr mit ihren exakt 458,58 Metern (Tragseillänge freihängend) weltweit als die längste Hängebrücke ihrer Bauart und bildet mit ihrer filigranen Seilkonstruktion den auf der Brücke bis zu 200 gleichzeitig befindlichen Personen die Möglichkeit, das Rappbodetal in einer Höhe von bis zu 100 Meter und mit einer beeindruckenden Perspektive zu überqueren. Konstruktionsbedingt ist das Überqueren ein Erlebnis hinsichtlich des keineswegs starren Tragwerks, Schwankungen und seichte Bewegungen der Konstruktion begleiten somit den Besuchern auf ihrer Talüberquerung.

Die Gesamtlänge des Brückenbauwerks beträgt 483 Metern. Vier hochfeste Stahltragseile mit einem Durchmesser von 65 mm bilden das Rückgrat und Primärtragwerk dieser Hängekonstruktion. Die immense Zugkraft von fast 950 Tonnen wird im Bereich der Brückenwiderlager auf jeder Seite von 24 Felsankern in den anstehenden kompakten Tonschiefer in einer Tiefe von bis zu 27 Metern verankert. Hinzu kommen für jedes Brückenfundament 16 Druckanker, die die hohen Lasten der Brückenpylone übernehmen sowie acht Zuganker für die Windseilverankerung. Die seitlich an der Brücke angeordneten Windseile verlaufen harfenartig und sichern die seitliche Stabilität des Bauwerks auch bei Wind und extremen Sturm.

Darüber hinaus hängt direkt unterhalb der Brücke eine spezielle Konstruktion in Form einer halb geschlossenen Gondel, von der die mutigsten Besucher die Möglichkeit haben einen sicheren Pendelsprung „GigaSwing“, alleine und zu zweit, auszuprobieren und die Beschleunigung eines freien Falls in Kreisbahn von 75 Metern zu erleben, bevor sie wieder sicher auf die Absprungplattform gezogen werden. Somit verschafft die Hängebrücke allen Gästen eine atemberaubende Erlebniszeit kombiniert mit einem grandiosen und nachhaltigen Fernblick in die artenreiche Natur- und Kulturlandschaft des höchsten Mittelgebirges Norddeutschlands.

Der Brückenbauplaner Dieter Linka aus Oberstdorf ist sich sicher, dass eine ähnlich geartete Hängebrücke im Allgäu nachhaltig und wirtschaftlich betrieben werden kann und eine immense Attraktion für Einheimische als auch unseren touristischen Gästen jeder Altersklasse darstellen würde – ein weiterer Tourismusmagnet. Brückenspannweiten von über 500 Meter ohne Mittelpfeiler sind hierbei durchaus realisierbar.

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