Dorfladen in Ofterschwang: Solides Angebot vor Ort

Aufwind für "Gutes vom Dorf"

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Die Produktpalette „Gutes vom Dorf“ kann sich Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried gut im  zukünftigen Dorfladen vorstellen.

Ofterschwang – Sein Dorf ganz ohne Laden will sich Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried nicht vorstellen. Doch genau das drohte dem Ort, nachdem sich die bisherige Betreiberin des kleinen Lebensmittelgeschäftes demnächst zur Ruhe setzen will. Ohne langes Geplänkel stellten Gemeinderat und Bürgermeister Ried die Weichen für einen Dorfladen.

Ende März wird – erst einmal – Schluss sein mit dem kleinen Laden in Ofterschwang. Hier hatte es seit 70 Jahren alles gegeben, „was man auf dem Dorf so braucht“, meint Bürgermeister Alois Ried. Doch genau daran soll sich nichts ändern. „Höchstens zum Besseren“, stellt Ried klar. Im Ort sei man sich auch über die Kommunalpolitik hinaus schnell einig gewesen, dass ein zeitgemäßer Dorfladen zwingende notwendig sei, um die Nahversorgung der Bürger und der Urlaubs- und Tagesgäste zu sichern.

Ried sieht in dieser Chance einen Neubeginn und zugleich eine Fortsetzung der bereits realisierten „einfachen Dorferneuerung“. Durch die Einbindung des (neuen) Dorfladens in das Konzept gibt es auch einen Zuschuss vom Amt für Ländliche Entwicklung. Rund 250 000 Euro werden die Umbaumaßnahmen kosten, schätzte Ried; die Hälfte würde dann als Zuschuss fließen.

Wichtige Schritte bei der Dorferneuerung sind Ried zufolge mit der Eisdiele und dem alten Bauernhaus in der Ortsmitte schon getan. „Jetzt erscheint uns der Dorfladen eine schlüssige Abrundung“, so Alois Ried.

Der neue Laden soll „Aufenthaltsqualität“ bieten – und nicht zuletzt regionale Produkte der Ofterschwanger Palette „Gutes vom Dorf“. Ein sympathischer Laden, der mehr biete als die Regale der Supermärkte und Discounter, schwebt dem Bürgermeister vor. Eine Standortanalye hat zudem ergeben, dass der Dorfladen ein erkleckliches „Marktpotenzial“ gewinnen könne – und auch werde. Etwa 75 Prozent des Umsatzes sollen der Untersuchung zufolge mit regionalen Produkten wie Wurst- und Fleischwaren, Käse, Backwaren und anderen regionalen Produkten erzielt werden. Schon Anfang Juni soll es losgehen.

Natürlich kann die Gemeinde den zukünftigen Dorfladen nicht in Eigenregie betreiben. Eine Unternehmergesellschaft, in der Praxis eine kleine Variante der bekannten GmbH, tritt an deren Stelle. Ein Geschäftsführer betreibt den Laden. „Selbst oder mit angestelltem Verkaufspersonal“, sagt Ried. Diese „Mini-GmbH“ werde in anderen Dorfläden bereits erfolgreich betrieben, so der Bürgermeister weiter.

In den nächsten Monaten wird der alte Laden renoviert und umgebaut. Der Straßenbereich zwischen der Ortsmitte und dem neuen Dorfladen wird ebenfalls attraktiver gestaltet und soll in Zukunft die Kunden quasi beim Dorfrundgang von der Eisdiele über den kleinen „Kurpark“ am alten Bauernhaus bis zum Laden führen.

Und in diesem Laden, so wünscht es sich zumindest Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried, sollte dann das Verkaufspersonal „die Geschichten zum Produkt“ parat haben...

Josef Gutsmiedl

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