Hochwertiger Raum für Werte

Ein junges Team setzt auf gedruckte Regionalität: Von Allgäuern – für Allgäuer

Sebastian Kern und  Karin Kern
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Mutig und motiviert: Mit ihrem neuen „Gipfelstürmer” wollen Sebastian Kern und Karin Kern mit „print” und „regional” punkten.

Allgäu – Warum ein neues Magazin heraus bringen? Banale Frage in einer Zeit wo man meinen könnte „Print ist out”? Die Erfinder und Macher des neuen regionalen Magazins „Gipfelstürmer” sehen das anders. Um die Menschen vor Ort zu unterstützen und zu inspirieren, braucht es alle „Kanäle”. Und gerade auch gedruckte hochwertige Medien. In unserer Region, im Allgäu. Wir sprachen mit Sebastian Kern vom Kernwerk Verlag über das Projekt „Gipfelstürmer” und die Beweggründe, sich auf das Abenteuer Gipfelstürmer einzulassen.

Was hat euch inspiriert, mit dem „Gipfelstürmer“ an den Start zu gehen?

Sebastian Kern: Wir wollen eine Plattform schaffen für Themen, Menschen und Projekte im Allgäu, die ansonsten wahrscheinlich von einer breiten Öffentlichkeit niemals wahrgenommen worden wären. Von Allgäuern für Allgäuer.

Wir wollen genau die Geschichten erzählen, die hier vor Ort, in unserer Region, geschehen. Auch, weil dem Zeitgeist entsprechend heute nahezu alles „digital“ und „global“ sein muss, machen wir erst recht in „print“ und „regional“.

Viele von uns spüren aktuell die vielfältigen negativen Auswirkungen der Corona-Krise, sowohl im privaten Bereich und vor allem auch im Beruf, in der unternehmerischen Weiterentwicklung. Wir wollen hier neue Chancen und Möglichkeiten aufzeigen!

Sicherlich können wir mit unserem allerersten Magazin keine Patentrezepte liefern. Auch bilden wir in unserem Erstling nur einen kleinen Teil dessen ab, was an wegweisenden Ideen kreativ, künstlerisch, gesellschaftlich und nicht zuletzt auch unternehmerisch umsetzbar ist. Hier bei uns im Allgäu stößt man auf ein unglaubliches Potenzial an progressiven Menschen, die Dinge beherzt anpacken, an die wir vor wenigen Jahren noch nicht einmal gedacht haben.

Über diese Menschen und ihre Projekte berichten wir in unserer ersten Ausgabe – und gemeinsam mit eurem Input wollen wir auch künftig immer den Finger am Puls der Zeit haben. Lasst uns gemeinsam lernen und Erfahrungen sammeln – um diese dann einer wachsenden Community zu kommunizieren.

Aber: Ist Print nicht tot?

Sebastian: Im Gegenteil, es gab noch nie so eine Breite an Print-Magazinen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Print ist eine besondere und vielfältige Form der Kommunikation und hat ihre eigenen Qualitäten. Ein hochwertiges Magazin in die Hand zu nehmen ist eben etwas anderes als schnell mal mit dem Daumen am Handy über „interessant“ oder „unwichtig“ zu entscheiden. Diese Art des überhasteten und oft unreflektierten Konsums von Informationen ist heute Normalität. Hält man jedoch ein gedrucktes Magazin in seinen Händen, nimmt man sich deutlich mehr Zeit. Es rennt ja nicht weg... Print ist für uns das entschleunigende Gegenstück zum digitalen Overflow. Die Werte, die wir aufzeigen und thematisieren wollen, kommen auf einem Display meist zu kurz. Da geht es dort oft um Messbarkeit und Marketingkosten, um möglichst schnell den Return on Investment sichtbar zu machen. „Ich muss doch wissen, ob sich meine Investition lohnt?!“

Aber in was wollt ihr investieren?

Sebastian: Wir haben uns entschieden, einen Raum für Werte zu schaffen. Wir hoffen, dass uns das mit dem Gipfelstürmer gelungen ist. Also nehmt euch ruhig mal Zeit. Regeneriert. Entspannt. Seid wertschätzend, indem ihr die Geschichten dieser Allgäuer verfolgt.

Gibt es nicht schon so was ähnliches?

Sebastian: Selbst wenn. Aus unserer Sicht kann es nicht genug Projekte geben, die es sich zum Ziel setzen, andere, mit dem was sie tun, zu unterstützen.

Wir haben heutzutage einen viel breiteren Medienmix und können als kreative Unternehmer aus unzähligen Varianten wählen, um unsere Waren und Dienstleistungen zu bewerben. Es sollte einfach passen und funktionieren. Natürlich ist es uns nicht möglich, unseren Partnern in diesem Magazin exakt aufzuzeigen wie viele Leser des Magazins jetzt in ihrer Custom Audience gelandet sind.

Uns ist wichtig, dass die Beiträge gelesen werden. Ob nun von 10 000 oder 100 000 Menschen. Wer hier ein Interview liest oder sich in einem Bild verliert – und sei es nur für einen Moment – hat uns gerade einen Teil seiner Zeit geschenkt.

Was treibt euch an?

Sebastian: Wir sind fasziniert von den Ideen und dem Antrieb der Menschen hier etwas zu bewegen und wollen ihre Projekte und ihr Wirken vor unserer Haustüre sichtbar machen.

Bei diesen Projekten handelt es sich um ehrenvolle Aufgaben, um gesellschaftliches Engagement und wirklich starke Geschäftsmodelle. Wir sehen erfolgreiche Unternehmer mit viel Motivation, Spaß und Freude daran, Gas zu geben.

Je mehr wir uns gegenseitig kennen, akzeptieren und unterstützen, desto höher ist unsere gemeinsame Chance, zum Wohl unserer gesamten Region voran zu kommen. Wir sind selbst seit vielen Jahren Unternehmer und wissen nicht nur aus eigener Erfahrung, dass wertvolle Ideen oft unterm Radar verschwinden. Das wollen wir ändern.

Die Macher

Sebastian Kern (Mitbegründer von Gastfreund), Karin Kern (Kernwerk Kreativ. Design); zusammen Kernwerk Verlag (verwandt … nicht verheiratet!)

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