Erfolgserlebnis zum Saisonabschluss für die Frauen des ERC Sonthofen

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Drei-Generationen-Reihe mit den 15-jährigen Carolina Kullmann, Jenny Russler und Viktoria Bamarsav und den jweils rund drei Mal so alten Ex-Natiuonalspielerinnen Sonja Kullmann und Natascha Schaffrik-Hindelang.

Mit einem 6:3 Heimsieg gegen Ligenneuling VEU Feldkirch beendeten die Bullladies, die Frauen des ERC Sonthofen, ihre Landesligasaison 2019/2020 mit dem erhofften Erfolgserlebnis. Zwar steht die Mannschaft mit nur drei Siegen aus zwölf Spielen am Ende vermutlich nur auf dem vorletzten Platz, dennoch herrscht bei den Verantwortlichen der Mannschaft eine positive Grundstimmung.

„Wenn ich sehe, dass fünf der sechs Tore heute von Spielerinnen erzielt wurden, die ihre erste Saison im Frauenbereich spielen, geht mir das Herz auf“, freute sich Sportchef Nicki Kullmann direkt nach dem Spiel. Neben Kullmann und den Barmasev-Zwillingen, die ihrer Saisonbilanz weitere Tore hinzufügen konnten, nutzte Jenny Russler das letzte Saisonspiel, um ihr erstes Tor im Frauenbereich zu erzielen.

Dass Feldkirch zum Schlussdrittel noch von den ersten Punkten träumen konnte, lag an der Aufstellung der Bullladies. Trainer Fink stellte die Youngsters Alexandra Barmasev, Jenny Russler und Carolina Kullmann als Sturmreihe zu den sie absichernden Routiniers Sonja Kullmann und Natascha Schaffrik-Hindelang in eine „Mehr-Generationen-Reihe“. Im zweiten Block sicherte die erfahrene Angela Kohnle die Aktivitäten von Verena Huschen, den beiden im Feld aufgebotenen etatmäßigen Torfrauen Rebecca Schütze und Alexandra Barmasev sowie Celine König. In Reihe drei verteidigte Angelika Fischer mit Lilith Hofer, davor versuchten sich Anne Stoffel, Barbara Onder und Katharina Spreigl im Toreerzielen.

„Der dritten Reihe fehlte es natürlich an Tempo“, war sich Trainer Fink bereits vor dem Spiel dem möglichen Risiko bewusst: “Das hat der Gegner dann auch mit Kontertoren ausgenutzt.“ Alleine Schaffrik-Hindelang, obwohl sie wie Kapitänin Sonja Kullmann vor allem ihre jungen Stürmerinnen in Szene zu setze, hätte bereits in den ersten vierzig Minuten das Spiel alleine entscheiden können. Doch es dauerte letztlich bis zum Schlussdrittel, in dem Fink nur noch zwei Reihen aufs Eis schickte und seine Führungsspielerinnen dem Feldkircher Ehrgeiz auch körperlich Einhalt boten, bis sich die Bullladies auch auf der Ergebnistafel deutlich vom Gegner absetzen konnten. „Die jungen Spielerinnen hatten heute Verantwortung übertragen bekommen und dies überzeugend gelöst“, so Kullmann.

Eigentlich dürfte man niemand von ihnen gesondert herausheben, aber Höhepunkt aus Sicht der Bullladies war sicher der Auftritt der 15-jährigen Alexandra Barmasev, eigentlich Torfrau, die bereits im Hinspiel als Feldspielerin traf, im Schlussabschnitt. Nicht nur ihre beiden Treffer zum 4:3 und 5:3, sondern auch dass und wie sie in den letzten Minuten auf engstem Raum gegen drei körperlich überlegene Gegenspielerinnen nicht nur den Puck behauptete, sondern diese Situation noch mit einem präzisen Zuspiel auflöste, hinterlies selbst bei Teamoffiziellen vor Staunen offene Münder. Zufrieden war am Ende auch Schaffrik-Hindelang, die 37 Sekunden vor Spielende mit ihrem Treffer zum 6:3 nicht nur die Torschützenehre der Ü15-Fraktion der Bullladies rettete, sondern doch auch noch ihr Privatduell mit Feldkirchs Torfrau für sich entscheiden konnte.

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