Wieder auf der Erfolgsspur

+
Ein Bergbahn-Bild für die Bergbahn-Profis: Die Geschäftsführer Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried, Hanspeter Schratt (links) und Rainer Hartmann, sind jetzt „ganz im Bild“ mit dem Werk des Vorarlberger Künstlers Kaufmann, das die Firma Doppelmayr zum Neustart der Bergbahnen übergab.

Ofterschwang / Gunzesried – Die Bewährungsprobe haben die beiden neuen Bergbahnen in Ofterschwang und Gunzesried längst bestanden. Jetzt, nach 50 Tagen Betrieb, wurde der Abschluss des anspruchsvollen Modernisierungsprojektes gefeiert.

Die Neuerungen in dem traditionellen Skigebiet an der „Hörnerkette“ sei ein wesentlicher Eckpfeiler für den Tourismus der Region, so das Fazit, das Kommunalpolitiker und Bergbahn-Unternehmer gleichermaßen zogen. Mit dem Projekt habe man den Anschluss an die Skigebiete in der Nachbarschaft gefunden. 

Die Feuertaufe haben die neuen Anlagen schon mit Bravour hinter sich gebracht. Seit 7. Dezember laufen die Lifte und Dank der erweiterten Beschneiungsanlagen war der bislang schneearme Winter kein Problem für die Betreiber. Die Aufholjagd, die mit der Punktlandung zum Saisonbeginn am 7. Dezember erfolgreich abgeschlossen wurde, sei nur in einer großartigen Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten möglich gewesen, unterstrichen die beiden Geschäftsführer, Hanspeter Schratt und Rainer Hartmann. 

Zwei Jahre Planung, eine kluge Einbeziehung aller Betroffenen und eine „tolle Leistung“ eines Bergbahnen-Teams, das perfekte Arbeit geleistet habe in den sieben „heißen“ Monaten der Bauzeit. Und Schratt ergänzte: „Wir versprechen, dass wir alles daransetzen, auf der Erfolgsspur zu bleiben.“ 

Von einem „guten Tag“ sprach Hanno Ulmer, Geschäftsführer des Seilbahn-Unternehmens Doppelmayr und gratulierte zu den drei (!) neuen Liftanlagen. Drei deshalb, so Ulmer, weil seilbahntechnisch betrachtet jede Bahn mit Mittelstation als zwei Anlagen gerechnet werde. Ulmer erinnert daran, dass Doppelmayr schon die ersten Lifte im Skigebiet am Ofterschwanger Horn gebaut habe. Man habe „nicht in kühnsten Träumen“ an eine solche Eröffnung wie er sie heute erlebe, gedacht. Letztendlich sei es „dem Pioniergeist und der Vision“ eines Karlheinz Fäßler zuzuschreiben, der diese Skiregion zu dem gemacht habe, was sie heute sei. „Ihr habt das modernste Stück Seilbahntechnik, das man sich kaufen kann!“ 

Die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des traditionellen Hörner-Skigebietes sei nicht Zufall, sagte Michael Fäßler, Beiratsvorsitzender der Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried. Oft genug habe man in vergangenen Jahren überlegt, ob und wie es weitergehen könne. Mit einer einmaligen Gemeinschaftsleistung hätten die Betroffenen und Beteiligten „das Unmögliche möglich gemacht“. Diese Erfolgsstory wolle man noch möglichst lange fortschreiben. „Es geht nicht nur ums Skifahren. Das moderne Skigebiet stellt ein Ganzjahresangebot dar, das sich an sehr viele Zielgruppen wendet.“ 

Kritiker der Modernisierung wies Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried in die Schranken: Die jetzt zeitgemäße Infrastruktur sichere langfristig ein qualitativ hochwertiges Skigebiet, sorge für zufriedene Gäste und schaffe nicht zuletzt Arbeitsplätze in den Hörnerdörfern und darüber hinaus. Die Investition von 16,5 Millionen Euro seien kein Selbstzweck. „Den Kritikern und Miesmachern des Wintersports im Allgäu rate ich, nur über Dinge zu reden und zu urteilen, die sie verstehen.“ Ried weiter: „Lassen Sie uns weiter erfolgreich Tourismus machen, Arbeitsplätze schaffen und Geld verdienen – für ein schönes Oberallgäu!“

Josef Gutsmiedl

Meistgelesen

"Bettl mit Dettl" an der Drogeriemarktkasse
"Bettl mit Dettl" an der Drogeriemarktkasse
"Bettl mit Dettl" - LaBrassBanda vs. Musikkapelle Burgberg
"Bettl mit Dettl" - LaBrassBanda vs. Musikkapelle Burgberg
Kreisjagdverband: Kein Kuhhandel am Riedberger Horn
Kreisjagdverband: Kein Kuhhandel am Riedberger Horn
Eine Frage der Sichtweise: Sparkasse Allgäu vs. Stadt Immenstadt
Eine Frage der Sichtweise: Sparkasse Allgäu vs. Stadt Immenstadt

Kommentare