Erfolgreiche Spendenjagd

Everest-Challenge am Grünten erbringt fast 15 000 Euro

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Jubel vor dem „Sportgerät“ Grünten: Vertreter der Allianz für Kinder, des Förderkreises für krebskranke Kinder im Allgäu, sowie Freunde und Helfer feierten mit Patrick Caprano (Bildmitte) den Erfolg der Everest Challenge.

Kranzegg – Eine gute Idee ist schon mal gut. Eine „verrückte Idee“ mitunter noch besser. Das beweis vor Kurzem der Bergläufer Patrick Caprano, als er für den guten Zweck – hier die Allianz für Kinder und den Förderkreis für krebskranke Kinderim Allgäu – die Höhe des Mount Everest an einem einzigen Tag „abspulte“. 8848 Höhenmeter. Nach dem verrückten Tag waren es sogar ein paar Meter mehr. Und die Spendensumme schnellte während des Tages auf fast 15 000 Euro!

„Auf den Grünten ist Patrick gelaufen – vom Mount Everest ist er heruntergekommen.“ So umschrieb Chao-Báu Tang-Rupp von der Allianz für Kinder das Projekt des Sportlers und seine „Vision“. Ziel war es bei dem „verrückten“ Unternehmen die von der Allianz für Kinder ausgelobte Spendensumme von 3 000 Euro zugunsten des Förderkreises für krebskranke Kinder im Allgäu möglichst deutlich aufzustocken und für Spenden zu werben (wir berichteten).

„Eine verrückte Idee“, meinte auch Stephan Bartzack, Vorsitzender des Förderkreises, bei der Spendenübergabe an der Alpe Kammeregg am Grünten. Hier hatte Patrick Caprano sein „Basislager“ eingerichtet wo er Verpflegung erhielt und wo sich seine Laufbegleiter Runde für Runde abwechselten. Diese Form der Unterstützung sei sehr wichtig gewesen, um das nervende Auf und Ab gut durchzustehen. Hier bekam er auch die rettende Nudelsuppe, die seine Mutter gekocht hatte und die ihn wieder „aufrichten“ sollte nach dem Durchhänger zur Halbzeit des ungewöhnlichen Dauerlaufs.

Eva Grenz von der Geschäftsstelle der Allianz in Kempten skizzierte das große soziale Engagement ihres Teams und die Arbeit der Allianz für Kinder der Allianz-Gruppe. Mit verschiedenen Aktionen wird der Spendentopf der Stiftung gefüllt. Heuer standen für das Allgäu 15 000 Euro zu Verfügung, die schließlich auf fünf Organisationen verteilt wurden mit der Auflage, möglichst „was draufzulegen“ durch eigene Aktionen zur Spendengewinnung.

Der Kern der verrückten Idee Capranos war es, für jeden gelaufenen Höhenmeter mindestens einen Euro für den Förderkreis zu bekommen. Unterm Strich landeten im Zuge seiner Laufaktion genau 14 899 Euro auf dem Spendenkonto. Häufige Spendensumme war dabei 88,48 – also die Gipfelhöhe des Mount Everest, des höchsten Berges der Erde. Fast 200 Einzelspenden gingen zugunsten des Förderkreises für krebskranke Kinder im Allgäu ein. „Spendengelder, die wir wirklich gut gebrauchen können“, wie Vorsitzender Stephan Bartzack betonte.

Kräftig mitgetrommelt für die Aktion hatten auch Kollegen Capranos aus dem Allianz-Team Kempten: Eine dreiköpfige Gruppe unterstützte mit einer 300-Kilometer-Radrunde die „Everest Challenge“ während der gesamten Dauer. Und in den Sozialen Medien ging es an diesem Tag richtig rund unter „#8848HMgegenkrebs“ als sich die Freunde und Sympathisanten des Sportlers austauschten und vom Rennen berichteten. Nach dem Abenteuer „Everesting“ plagte Caprano erst einmal ein paar Tage ein ordentlicher Muskelkater in den Oberschenkeln: „Vom vielen Bergablaufen.“ Aber mit lockerem Radfahren habe er das schnell abhaken können. Die Lust auf Höhenmeter hat der 27-Jährige jedoch keinesfalls verloren bei dem „verrückten“ Benefiz-Rennen Ende Juni: Eine Tour auf den Biberkopf in den Allgäuer Alpen mit rund 2500 Höhenmetern steckte er inzwischen bereits problemlos weg...

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