Der Krise getrotzt

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Heinrich Beerenwinkel (links) und Wilhelm Oberhofer, die Vorstände der Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd, blicken positiv in eine gemeinsame Zukunft mit der Raiffeisenbank Kempten.

Oberallgäu – Die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd war auch 2012 weiter auf Erfolgskurs. Sie konnte den Rekordgewinn des Vorjahres nochmals übertreffen und erwirtschaftete nach Steuern einen Gewinn von knapp 6,9 Millionen Euro. 

In der geplanten Fusion mit der Raiffeisenbank Kempten sieht die Geschäftsführung die „große Chance für eine rechtzeitige Weichenstellung für eine starke Genossenschaftsbank im Oberallgäu und in Kempten.” 

Das Gesamtbetriebsergebnis der Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut gesteigert werden, es liegt bei knapp 10,6 Millionen Euro. Bei den Kundengeldern wurde ein Plus von einer Million Euro auf 634 Millionen verzeichnet. Die Gründe für diesen relativ geringen Zuwachs sieht Vorstand Heinrich Beerenwinkel in der Unsicherheit der Kunden durch die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Eurokrise. Sie scheuten sich vor längerfristigen Anlageformen und entschieden sich vermehrt für kurzfristige wie Tagesgelder. 

Wirtschaft in der Region weiter stabil 

Die Bilanzsumme der Raiffeisenbank stieg auch im vergangenen Jahr, sie lag 2012 bei 834 Millionen Euro. Laut Beerenwinkel setzt die Bank auf ein sinnvolles Wachstum, auch zieht es die Kunden angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten zu den regionalen Banken. Der Anstieg der Kundenkredite auf 545 Millionen Euro – ein Plus von 6,9 Prozent – sei ein Zeichen dafür, dass die wirtschaftliche Lage in unserer Region verhältnismäßig stabil ist; die größten Kreditnehmer kommen aus der Tourismusbranche und aus der Landwirtschaft. 

Das Ergebnis bei den Dienstleistungen liegt ebenfalls leicht über dem Vorjahreswert. Im Wertpapiersektor wurden die gesteckten Ziele zwar nicht ganz erreicht, die Immobilien-Vermittlung und die Hausverwaltung der Raiffeisenbank können jedoch auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. 

Seit Jahren erhält die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd Bestnoten im Rating. Auch 2012 wurde sie vom Genossenschaftlichen Versicherungsbund Bayern GVB mit der Note „A0”, vom Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken BVR mit „A++” bewertet. 

Das erfreulich verlaufene Geschäftsjahr 2012 lässt auch Gelder in die Region fließen. 1,223 Millionen Euro an Gewerbesteuern, sieben Prozent Dividende nach dem Beschluss der Vertreterversammlung am 11. April und ein regional ausgerichtetes Spendenvolumen von 150.000 Euro. Gemäß der Strategien „Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der Mensch” und „Präsenz vor Ort” waren auch 2012 Spendenschwerpunkte Kindergärten und Schulen, gemeinnützige, soziale und kulturelle Einrichtungen und Vereine sowie sportliche und kulturesse Großveranstaltungen in der Region. 

Fusion mit der Raiffeisenbank Kempten 

Bei den Fusionsplänen mit der Raiffeisenbank Kempten, die Mitte 2014 vollendet sein sollen, sind die Grundsatzentscheidungen getroffen, nun geht es in die Detailplanungen. Die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd wird die aufnehmende Bank sein, Hauptsitz soll Sonthofen bleiben. Der Vorstand wird aus vier Personen bestehen: Heinrich Beerenwinkel und Wilhelm Oberhofer aus dem Oberallgäu sowie Rainer Schaidnagel und Mathias Schneider aus Kempten. Unter dem Namen „Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG” soll eine starke Genossenschaftsbank aus zwei „gesunden” Partnern geschaffen werden. „Wir wollen im Rahmen der Fusion an unserem Feststellennetz festhalten”, betont Beerenwinkel. Hierdurch bleibe die Nähe zum Kunden gewährleistet und die regionale Identität und Ausrichtung erhalten. Die Kunden könnten weiterhin mit ihren gewohnten Ansprechpartner rechnen. Durch die Fusion werde die Position der Raiffeisenbank im Wettbewerb nachhaltig gestärkt werden.

Eva Veit

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