Erneut Lockerungen ab dem 15. Juli in Bayern

Das sind die aktuellen "Corona-Regeln" in Bayern

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Auf Einladung der bayerischen Staatsregierung ist Kanzlerin Merkel an den Chiemsee gereist.

Am Dienstag traf Angela Merkel das Bayerische Kabinett auf Herrenchiemsee. Nach einer Sitzung des Ministerrats trat die Kanzlerin zusammen mit Markus Söder vor die Presse. Bereits ab heute, 15. Juli, gelten neue Lockerungen in Bayern. Wir geben einen Überblick über die aktuellen Regeln.

Feste und Veranstaltungen: Für kulturelle Veranstaltungen und Kinos gilt eine neue Obergrenze. Bei zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen sind 400 Personen im Freien bzw. 200 Personen in geschlossenen Räumen zugelassen - ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze gilt eine Obergrenze von 200 Personen im Freien bzw. 100 Personen in geschlossenen Räumen. Die gleichen Beschränkungen gelten für beruflich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse. Alle Besucher einer solchen Veranstaltung müssen beim Betreten und Verlassen des Gebäudes eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, dürfen sie aber abnehmen, wenn sie Platz genommen haben. Laienmusiker dürfen wieder gemeinsam musizieren, allerdings mit einem Mindestabstand von zwei Metern (bei Blasinstrumenten: drei Metern) und maximal zu zehnt (inklusive Leiter). Und wenn sie die recht strengen Auflagen dafür beachten, können auch Chöre proben. Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten haben ebenfalls unter Einschränkungen offen.

An Sport-Wettkämpfen dürfen jetzt 200 Personen (bei gekennzeichneten Plätzen oder klar voneinander abgegrenzten Aufenthaltsbereichen) oder 100 Personen (ohne feste Plätze) teilnehmen. Allerdings bleibt es vorerst dabei, dass Zuschauer ausgeschlossen bleiben. Inzwischen stehen auch alle Bäder offen, also auch Hallenbäder und Thermen. Für Freibäder galt dies schon seit dem 8. Juni - genauso wie für Fitnessstudios, Indoor-Sportstätten und Tanzschulen (zumindest für kontaktlosen Tanz und Paartanz mit einem festen Partner). Für das Training in Mannschaftssportarten gilt: Teams dürfen trainieren, ohne dass es eine generelle Obergrenze gäbe. Die richtet sich im Einzelfall nach der jeweiligen Trainingsstätte.

Märkte ohne Volksfestcharakter, wie etwa kleinere, traditionelle Kunst- und Handwerkermärkte, Töpfermärkte oder Flohmärkte, die keine großen Besucherströme anziehen und bei denen kein Feiercharakter besteht, werden im Freien wieder zugelassen. Allerdings muss der Mindestabstands von 1,5 Metern sichergestellt sein, es gilt Maskenpflicht, es dürfen keine Festzelte aufgestellt und keine Partymusik gespielt werden.

In Speiselokalen und Biergärten gilt keine Corona-Sperrstunde mehr. Gäste können also so lange bewirtet werden wie vor der Corona-Krise. Allerdings gelten auch in Restaurants die Kontaktbestimmungen und Hygieneauflagen. In Fluren und Toilettenräumen muss eine Maske getragen werden. Discos und Bars bleiben jedoch weiterhin generell geschlossen. Hotels und Campingplätze dürfen wieder Touristen beherbergen, allerdings keine Gruppen und mit Auflagen. Auch touristische Angebote wie Freizeitparks, die Seenschifffahrt oder Seilbahnen haben Ende Mai den Betrieb aufgenommen, Flusskreuzfahrten sind seit dem 8. Juli erlaubt.

Kontaktbestimmungen: In Bayern gelten nach wie vor Kontaktbeschränkungen, jeder ist angehalten seine Kontakte so gering wie möglich zu halten. Im öffentlichen Raum dürfen sich Gruppen von bis zu 10 Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine strikte Beschränkung, allerdings soll dort die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Seit Ende Juni gelten gelockerte Besuchsbeschränkungen in Krankenhäusern, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen. Die Einrichtungen sollen damit wieder deutlich mehr Besuche ermöglichen können. Allerdings gibt es auch hie Regelungen zur Maskenpflicht, Abstand und Hygiene.

Demonstrationen: Über Demonstrationen wird im konkreten Einzelfall entschieden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.

Die Maskenpflicht gilt weiterhin in vielen Bereichen des öffntlichen Lebens: z.B. in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln, Arztpraxen und Altenheimen. Allerdings gibt es für Angestellte z.B. in Supermärkten oder an Rezeptionen eine Ausnahme: Wenn sie  hinter einem sogenannten "Spuckschutz" sitzen, entfällt für sie die Maskenpflicht. 

Schulen und Kitas sind ebenfalls wieder geöffnet. Auch hier gelten Auflagen, weshalb viele Einrichtungen noch nicht zum Normalbetrieb zurück kehren konnten. Die Staatsregierung hat das Ziel ausgegeben, dass nach den Sommerferien an den Schulen wieder ein "Regelbetrieb" möglich sein soll - dann ohne Mindestabstand und nach dem normalen Stundenplan. Einen Spielplatz zu besuchen, ist seit Anfang Mai wieder möglich.

Weitere Fragen beantwortet die Bayerische Landesregierung direkt unter https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

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