Ein Zeichen des Vertrauens

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Generalkonsul William E. Moeller (Mitte) trug sich vor seinem Vortrag ins Goldene Buch der Stadt Sonthofen ein; links Harald Voigt, Kreisvorsitzender der Europa-Union Oberallgäu, rechts Sonthofens Dritter Bürgermeister, Wolfgang Deppe.

Sonthofen - Ganz im Zeichen der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union stand die jüngste Veranstaltung der Europa-Union Oberallgäu.

Wenige Wochen nach der Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten und der Münchner Sicherheitskonferenz sprach der Generalkonsul der USA, William E. Moeller, über die aktuellen Schwerpunkte der US-Außenpolitik. Sein Fazit: Deutschland und die Europäische Union sind unverzichtbare Partner der USA - politisch und wirtschaftlich. 

Genau deshalb , so erläuterte der Generalkonsul der Vereinigten Staaten, William E. Moeller, habe die erste Reise des neuen US-Außenministers Kerry nach Europa und nach Deutschland geführt. Und man dürfe es nicht als Zeichen einer Abwendung von Europa ansehen, wenn sich die USA derzeit verstärkt dem Pazifischen Raum widmeten. Vielmehr, so deutet Moeller an, sei es ein Zeichen für die gute Entwicklung, die Europa nehme. Dieses Vertrauen auf verlässliche Partner in Europa signalisiere: Europa ist keine Krisenregion mehr. „Phantastisch!“ freut sich der Generalkonsul. Logischerweise spiegle sich dies in „den veränderten Beziehungen“ wider. 

Für die USA sei Deutschland unverzichtbarer Partner bei den Stabilisierungsbemühungen in vielen Krisenregionen. „Europa ist der wichtigste Partner und Eckpfeiler des strategischen Engagements der USA“, stellt Moeller fest. Die zunehmende Unabhängigkeit von den Ölstaaten im Nahen Osten bedeute zudem kein Abwenden von dieser Region, ergänzt der Generalkonsul. Ganz ähnlich sieht Moeller auch die Partnerschaft in wirtschaftlicher Hinsicht. Das gerade diskutierte transatlantische Freihandelsabkommen würde beiden Seiten „viel bringen“, meint Moeller. Der Generalkonsul verweist dabei auf die aktuelle Exportstatistik für Bayern: Die USA nehmen dabei Rang 1 ein, vor der EU und vor China. „Die Amerikaner schätzen die gute Qualität und kaufen bayerisch.“ Gute Beziehungen zwischen der EU und den USA seien die Basis der Weltwirtschaft. 

„Enger zusammenarbeiten“ laute die Devise - sowohl bei Sicherheitsfragen als auch auf wirtschaftlicher Ebene. „Es lohnt sich!“ sagt Moeller otimiistisch. Anlass für Angst vor dem Aufstieg der Wirtschaftsmacht China sieht der Generalkonsul nicht. Nur müsse sich China an dieselben Spielregeln halten, etwa beim Patent- oder Urheberschutz.

Josef Gutsmiedl

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