An einem Strang ziehen

Oberallgäu - Ein ungewohntes Bild bot sich auf dem Ziegenhof Leiner als die Vertreter des Bundes Deutscher Milchviehhalter BDM, des Bayerischen Bauernverbandes BBV und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft AbL an einem Tisch saßen.

Sie folgten der Einladung des Allgäuer Abgeordneten Thomas Gehring und des grünen Landtagskandidaten Ulli Leiner, um mit dem agrarpolitischen Sprecher der Grünen Fraktion im Europaparlament, Martin Häusling, sowie der Landesvorsitzenden Theresa Schopper über die Auswirkungen der EU Agrarreform auf die Allgäuer Landwirtschaft zu diskutieren. 

Häusling erläuterte, dass die Höhe des Agrarhaushaltes nur durch die Einführung des sogenannten Greenings zu halten war. Als die Regierungschefs anschließend den Finanzrahmen für die europäische Union ausgehandelt hätten, habe die Bundeskanzlerin einer Kürzung von 20 Prozent der Mittel für ländliche Entwicklung (2. Säule) zugestimmt und im Gegenzug 400 Millionen Euro Fördermittel für die ostdeutsche Wirtschaft ausgehandelt. Dieses Verhandlungsergebnis treffe die Allgäuer Landwirtschaft besonders hart, weil aus der 2. Säule Ökolandbau, Bergbauernprogramm, Behirtungsprämien und Weideprämien finanziert würden. 

„Bayern kann das nur ausgleichen, wenn die Bundesregierung nach der Wahl die Möglichkeit nutzt, 15 Prozent der Mittel aus der 1. in die 2. Säule zu verschieben“, ist Gehring überzeugt. „Wir müssen an einem Strang ziehen, sonst sind die Verbraucher total verwirrt“, betonte der Biolandwirt Ulli Leiner.

Rubriklistenbild: © Kreisbote

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