Dem Boom Rechnung tragen

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Personalratsvorsitzender Engin Mutlu (von links), Stellvertretender Schulleiter Michael Amman, und Schülersprecherin Leonie Lang freuen sich mit Bürgermeister Christian Wilhelm, Schulleiter Dieter Friede und Landrat Anton Klotz über den Startschuss für die Bauarbeiten. Zur Feier des Baubeginns wurde der Spaten „aus der Versenkung“ geholt, mit dem 1980 der Spatenstich für die Fachoberschule Sonthofen ausgeführt wurde.

Sonthofen – Jetzt muss es schnell gehen. Das machten alle Beteiligten beim Spatenstich für den Erweiterungsbau der Fachoberschule deutlich. Bis September soll das Vorhaben aus den drei Teilen Erweiterungsbau, Umbauarbeiten im bestehenden Gebäude und Maßnahmen zur Barrierefreiheit fertig sein.

Platzprobleme begleiten die Fachoberschule Sonthofen schon geraume Zeit. Erste Besprechungen dazu gab es schon vor gut zwei Jahren. Eine Übergangslösung wurde gefunden, indem ein Klassenzimmer in den Pavillon am Gymnasium ausgelagert wurde. „Aber bald war klar, dass ein Umbau oder Erweiterungsbau auf die Schnelle nicht zu stemmen war“, erinnert sich Bürgermeister Christian Wilhelm. Im Gegenteil: es zeigte sich, das ein Bau vor dem Jahr 2020 kaum möglich sein würde. Diese wenig erfreuliche Botschaft dem Schulleiter Dieter Friede zu überbringen, sei „eines der unangenehmsten Telefonate“ seiner Amtszeit gewesen, so Wilhelm.

Doch dann gab es überraschend die Wende: Landrat Klotz bot eine finanzielle Unterstützung durch den Landkreis an, und der Schuldenabbau der Stadt kam schneller voran als gedacht. Das Projekt konnte weiter vorangetrieben werden. „Die letzte Hürde, die Frage der Dachform, wurde dann im November vergangenen Jahres genommen“, sagt Bürgermeister Wilhelm beim Spatenstich. Parallel zum Erweiterungsbau werden auch Umbauarbeiten im Bestand ausgeführt und die Barrierefreiheit vorangebracht. Von einem Investitionsstau könne nicht die Rede sein. Wilhelm: Wir tun weiterhin viel für unsere Schulen.“

Knapp 2,8 Millionen Euro kostet das Gesamtpaket, wovon der städtische Anteil mehr als 1,5 Millionen Euro beträgt. Im zweigeschossigen Erweiterungsbau mit knapp 1000 Quadratmetern Nutzfläche werden sieben Klassenzimmer untergebracht, sowie ein Nebenraum und ein Technikraum. Vor fast 30 Jahren war die FOS für einen Schülerzahl von 240 gebaut worden; heute sind es rund 350 Schülerinnen und Schüler.

Dem Boom, den die Fachoberschulen derzeit erlebten, müsse man Rechnung tragen, unterstreicht auch Landrat Anton Klotz. „Die schulischen Voraussetzungen müssen stimmen.“ Der Landkreis unterstütze den dringend notwendigen Bau nicht durch direkte Bezuschussung, sondern durch die „Umlenkung“ von Gastschulbeiträgen. Schulleiter Dieter Friede ergänzt: „Mit dem neuen Erweiterungsbau und dem renovierten, verbesserten Altbau

sollten gute Bedingungen für das Lernen geschaffen sein.“

Josef Gutsmiedl

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