Für eine bessere und gerechtere Welt

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Modisch, bio und fair: die neuen Schuljacken des Gertrud-von-le-Fort-Gymnasiums.

Oberstdorf – Am Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium gibt es neue Schuljacken. Das Besondere: Es sind modische Kapuzenjacken aus Biobaumwolle, fair produziert und gehandelt.

Aus den Reihen des Elternbeirates kam die Initiative, nicht wieder auf günstige Massenware zurückzugreifen, sondern mit einem fächerübergreifenden Schulprojekt zum Thema „Faire Kleidung” einen Impuls zu nachhaltigem Denken und Handeln zu geben. Der zentrale Gedanke dabei war, deutlich zu machen, dass unser Handeln heute Einfluss auf das Leben der nachfolgenden Generationen hat, nicht nur vor Ort, sondern auch in anderen Regionen der Welt. 

Den Preis für unsere preiswerten Outfits bezahlen Menschen auf der anderen Seite der Erde – Bauern, die um des Überlebens willen in Kauf nehmen, dass ihr Boden durch Pestizide und genmanipuliertes Saatgut verseucht wird; Arbeiterinnen und Kinder, die für einen Hungerlohn unter unmenschlichen und gesundheitsgefährdenden Bedingungen nähen, kleben und färben. 

Kleidungsstücke lassen sich auch anders produzieren – sauber und vor allem unter fairen Arbeitsbedingungen. Die neuen Schuljacken bestehen aus ökologisch angebauter Baumwolle, die wie Biolebensmittel ohne Pestizideinsatz und mit weniger Wasserverbrauch angebaut wird. Garnvorbereitung und Färbung werden streng überprüft und ohne giftige Chemikalien bewerkstelligt. 

Der Jackenlieferant ist dwp – eine Fairhandelsgenossenschaft in Ravensburg. Die Biobaumwolle bezieht dwp aus der Baumwollkooperative Mahima in Indien, biologisch gefärbt und fair genäht wird die Jacke in der Fairhandelsorganisation Craft Aid auf Mauritius, bestickt wurde sie von Susanne Wirth in Oberstdorf. 

Im Unterricht, bei Vorträgen und Aktionen soll am Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium weiterhin das Thema „Nachhaltigkeit” zur Sprache kommen und den Schülern Handlungsmodelle vermitteln für zukunftsfähige Entscheidungen, zum Beispiel mit Blick auf den Klimawandel oder unser Konsumverhalten – so bisher geschehen als Infokampagne an Elternsprechtag, Sommerkonzert und Schulfest, mit einem informativen Bestellflyer, viel Information auf der Homepage des Elternbeirats und als Bestandteil einzelner Unterrichtsfächer ganzer Jahrgangsstufen. 

Viele Ideen bleiben noch umzusetzen, wie eine zukunftsfähige Vermarktung der Schuljacken als Schülerprojekt oder der Aufbau einer Second-Hand-Börse. Von einer fairen, sozial gerechten und ökologischen Schuljacke profitieren alle Beteiligten – vom Anbau bis zur Fertigstellung, alle die das Kleidungsstück tragen und die Natur. Die neue Schuljacke zeigt die Zugehörigkeit zur Schulfamilie des Gymnasiums und repräsentiert die Schule auch nach außen, bei Konzerten, Veranstaltungen, Sportfesten und Wettkämpfen. 

Mit der bio und fair produzierten und gehandelten Jacke übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung für das, was auf der Welt passiert. Für Oberstdorf ist die neue Schuljacke ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde. 

Vor Beginn des Winterkonzerts am Mittwoch, 15. Januar, werden ab 18 Uhr die bestellten Jacken ausgegeben und präsentiert.

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