Erfolgreiche "Flaschen"

Vizelandrat Roman Haug (links) und Schulleiter Michael Renner (von rechts) mit den besten Abiturienten – Niclas Engler, Luzius Moll, Sarah Tischinger und Laura Schwarzmann.

Im Märchen Aladdin aus Tausend und einer Nacht kommt alles vor: List, Lug und Trug, Hoffnungslosigkeit, mangelndes Selbstwertgefühl und Enttäuschung, aber auch Mut, Durchhaltevermögen, die Macht der Liebe, feste Ziele haben und hoffen, dass sie wahr werden.

Vom gutherzigen Dieb wird Aladdin mit Hilfe seiner Wunderlampe über einige Umwege zum Prinzen, der am Ende die Prinzessin Jasmin heiraten darf und ein guter Sultan wird. Ein schönes Bild für das Leben und die Träume des Menschen. Genau deswegen wählten es die Immenstädter Abiturienten als Motto für ihre Abiturzeitung. Es lag also nahe, dieses Märchen in der Abiturfeier der 81 „erfolgreichen Flaschen“, sprich: Absolventen, aufzugreifen.

Das Fazit lautet: In allen Flaschen schlummert ein Genie, das nur darauf wartet, befreit zu werden. Die feierliche Aushändigung der Abiturzeugnisse war da nur ein erster Schritt. Jetzt aber geht es hinaus ins Leben. Jede und jeder muss selbst Verantwortung übernehmen und die Zeit wird zeigen, ob alle ihr Genie entdecken.

Wohin geht diese (Lebens-)Reise? „Der Geist weht, wo er will“ war die Antwort des sehr gut besuchten Gottesdiensts in St. Nikolaus und nahm auch die Unwägbarkeiten des Lebens in den Blick. Oft spielen Zufall, Schicksal, Fügung, Glück, Gebetserhörung oder wie man es auch nennen will, die viel größere Rolle als des Menschen Denken und Planen.

Religionslehrer Michael Renner mahnte einen humanen und engagierten Geist an: „Nach 70 Jahren Frieden gehören wir in Deutschland zu den 10 Prozent Menschen, denen es weltweit am besten geht. Wir sollten erkennen, wie wertvoll Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung sind. Und wir müssen uns für deren Erhalt aktiv einsetzen!“

Auch die verschiedenen Grußworte und die Abiturrede von Valentina Hollfelder und Marcel Schindler spielten mit dem Abiturmotto. Stellvertretender Landrat Roman Haug beruhigte manchen Absolventen mit seinem Satz: „Ich wusste damals beim Empfang meines Abiturzeugnisses auch noch nicht, was ich werden will. Lasst euch also ruhig Zeit – ihr seid jung und könnt auch erst noch ein soziales Jahr einlegen.“ Immenstadts Dritter Bürgermeister Eberhard Fetzer stellte fest: „Ihr habt jetzt eine wichtige Phase eures Lebens hinter euch. Seid dankbar, dass ihr in unserem Gemeinwesen leben dürft. Aber denkt daran, die Gesellschaft braucht euch!“ Damit sie auch im Dunkeln den (Lebens-)Weg sicher erkennen können, übergab ihnen der Elternbeiratsvorsitzende Rainer Kaiser symbolisch eine Laterne (bzw. kleine Taschenlampe). Die beiden Abiturredner wiederum nahmen in launigen Worten nochmals ihren schulischen Werdegang in den Blick. Zudem dankten sie nicht nur den Lehrkräften, sondern vor allem auch ihren beiden Oberstufenkoordinatoren Jörg Pirkl und Manfred Spingler für die hervorragende Begleitung durch die Oberstufe.

Das herrliche Wetter sorgte für eine gelungene und unbeschwerte Feier. Beim Sektempfang erzählten sich Eltern, Lehrkräfte und Schüler nochmal allerlei schulische Anekdoten, bevor beim Höhepunkt, der Übergabe der Abiturzeugnisse, bei allen Absolventen (und deren Eltern) der Stolz, die Freude und Erleichterung über den erfolgreichen Schulabschluss zu sehen war.

Mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm klang die stimmungsvolle Feier aus.

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