Schweizer Filmemacher schauen Älplern über die Schulter: Wo die Seele auftankt

Vier Jahre »dahuim«-Arbeit

Film Im Berg Dahuim Alpe Oberau
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Generationen voller Leidenschaft für das Leben „im Berg“: Wolfgang Finkel (rechts) mit seinem Enkel beim Melken auf der Alpe Oberau.

Oberallgäu – Eintauchen in die Welt der „Bergler“ können alle Kinofans jetzt beim neuen Film „Im Berg dahuim“. Kein reinrassiger Dokumentarfilm, den das Duo Rahel von Gunten und Thomas Rickenmann in vierjähriger Arbeit produziert hat. Ein Film über das Älplerleben auf vier Oberstdorfer Alpen – mit romantischen Szenen genauso wie mit ungeschönten Einblicken in den Alltag „im Berg“ – hautnah am Vieh, den Atem der Bergwelt im Nacken...

Der Faszination einer sternenklaren Nacht konnten Rahel und Thomas dann auch nach einem anstrengenden Filmtag nicht widerstehen. „Da haben wir gerne die Kamera noch mal ausgepackt und bis tief in die Nacht gefilmt... die Milchstraße in voller Pracht bestaunt...“, schwärmt die Filmemacherin von den besonderen Momenten zwischen der Plackerei. „Wir haben diese Zeit als große Bereicherung erlebt und die Einsamkeit schätzen gelernt.“

Filmausschnitte aus „Im Berg Dahuim“

Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film
Filmausschnitte Im Berg Dahuim
Impressionen aus dem Film „Im Berg Dahuim“ © Extramile Film

Vier Sommer „im Berg“ hielten das Gespann in Atem; nicht allein wegen der Schlepperei der Ausrüstung auf den langen Anmarschwegen. Thomas Rickenmann hat schon mehrere Kino-Dokumentarfilme gedreht, so auch den Film „Alpzyt“, der heute immer wieder einmal im Oberstdorfer Kurfilmtheater läuft. Als dann eines Tages die Frage im Raum stand, einen ähnlichen – und doch besonderen – Film über Oberallgäuer Alpen zu machen, kam das Projekt ins Laufen. „Die Arbeit im Allgäu und der Blick über den Gartenzaun gefiel uns natürlich auch sehr.“

„So etwas wie einen richtig großen Viehscheid gibt es in der Schweiz so nicht“, meint Rahel von Gunten. „Und die Sennen bei uns tragen kaum kurze Hosen...“ Kaum Unterschiede zwischen den Hirten und Sennenfamilien in der Schweiz und im Allgäu erkennt die Regisseurin in der Leidenschaft mit der die Menschen ihre oft sehr anstrengende Arbeit während der Sommermonate bewältigen, für dieses Leben brennen. Keiner würde tauschen wollen. Sie seien „im Berg dahuim“ – mit Leib und Seele. Freiheit in der Heimat für die Seele. Zufriedenheit.

Bevor die Kamera lief, waren zahllose Gespräche erforderlich, um die „Schauspieler“ ins Boot zu holen und zu klären, ob sie überhaupt mitmachen konnten und wollten. „Und welche Geschichten sie in unserem Film erzählen wollten“, sagt Rahel von Gunten. Tipps und Empfehlungen wo man anklopfen könnte, gab‘s vor Ort, etwa bei Resi Schwarz vom Verein „Allgäuer Alpgenuss“.

„Wir haben bei unseren Besuchen auf den Alpen wunderbare Geschichten gehört, faszinierende Tierszenen gesehen und den Alltag der Menschen hautnah miterlebt“, bringt Thomas Rickenmann die aufwändigen Dreharbeiten für die lebendige Dokumentation auf den Punkt.

Der Film „Im Berg dahuim“ läuft derzeit in den Oberallgäuer Kinos.

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