Fischen, Langenwang und der Bundesverkehrswegeplan

B19: Oberallgäuer sollen Stellung beziehen

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Fischen – Die Fischinger haben die Hoffnung noch nicht begraben, doch ist Eile geboten, wenn sich an der Einstufung der Projekte „Entlastungstunnel Fischen“ und „Umgehung Langenwang“ im Bundesverkehrswegeplan für die verkehrsbelasteten Orte noch etwas ändern soll. In der Bürgerversammlung appellierte Bürgermeister Edgar Rölz an alle Betroffenen im südlichen Landkreis, sich ganz offiziell gegen die momentane Einstufung zu wenden.

Die Kommune habe das Ihrige getan, indem die Gemeinderäte mit einstimmigem Beschluss in der jüngsten Sitzung eine Hochstufung beider Projekte in die Kategorie „vordinglicher Bedarf“ gefordert wurde. Für Fischen würde das die Rückkehr zur bisherigen Bewertung bedeuten. Für Langenwang ginge es von der ursprünglichen Bewertung gleich zwei Stufen höher. Nun sollen auch die Bürger ihre Unterstützung zeigen, indem sie sich bis zum 2. Mai an einer möglichst vielstimmigen Online-Aktion beteiligen.

Der „Entlastungstunnel Fischen“ wurde zurückgestuft, die „Ortsumfahrung Langenwang“ aufgewertet – gemeinsam sortieren sich die beiden Projekte im neuen Bundesverkehrswegeplan ein in der Kategorie „weiterer Bedarf mit Planungsrecht“.

Auf der jüngsten Bürgerversammlung erläuterte Bürgermeister Edgar Rölz, wie man vielleicht doch noch in die nächsthöhere Stufe kommen kann. Ein sogenanntes Konsultationsverfahren, in dem sich Unternehmen, Verbände, Bürgerinitiativen oder wissenschaftlichen Institutionen zu Worte melden können, gebe auch jedem einzelnen Bürger das Recht zur Stellungnahme, in diesem Fall zum Widerspruch. Allerdings gelte dabei nicht die Zahl der Gründe , sondern deren Inhalt. Argumente müssen also in einer möglichst breiten Palette gesammelt werden. Es gelte, „möglichst viele verschiedene Beispiele zur Beeinträchtigung durch Stau, Lärm und Abgase auf der B 19 zu schildern“ und als Eingabe zu formulieren (wir berichteten). Möglichst viele schriftlich formulierte Einwände gegen die Einstufung im Bundesverkehrwegeplan wünscht sich die Kommune. „Wir sollten diese Chance, auf eine Entscheidung doch noch Einfluss zu nehmen, nicht ungenutzt lassen“, appellierte Rölz an alle Bürgerinnen und Bürger.

Eine Anleitung zur Erstellung einer Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030 gibt es auf der Startseite des Internetportals der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe unter www.hoernergruppe.de.

wia

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