Fläche Hub Nord im Ortsteil Bühl soll in ein Baugebiet umgewandelt werden

Bürgerinitiative kritisiert "überzogene Straßenplanung" für Neubaugebiet in Immenstadt

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Im Vordergrund die Begrenzung des Kreisels, der hier auch die Breite der bisherigen Straße einbezieht, dahinter den Trassenverlauf. Die Grüne Plane simuliert die drei Meter hohe Schallschutzwand, die jedoch erst weiter hinten das zukünftige Wohngebiet auf 170 Meter abschirmen soll.

Immenstadt-Bühl – Groß wie ein Dutzend Fußballfelder ist die Fläche Hub Nord im Ortsteil Bühl, die, bisher landwirtschaftlich genutzt, in ein Baugebiet umgewandelt werden soll. Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Alpseelandschaft macht das Ausmaß dieser Planung anschaulich und kritisiert die „überzogene Straßenplanung“.

Dazu wurde der vorgesehene Kreisel und Straßenverlauf markiert und Tafeln aufgestellt, die auf den Verlust wertvoller Flächen aufmerksam machen soll.

„In der letzten Sitzung des alten Stadtrates unter Bürgermeister Armin Schaupp wurde im April mit nur zwei Gegenstimmen die Grundlage dafür geschaffen. 54 Häuser mit je zwei Wohneinheiten sollen zwischen der Missener Straße und dem Trieblingser Weg entstehen“, erklärt Christl Hartmannsberger von der BI. Um dieses Areal solle eine fast neun Meter breite Umgehungsstraße gebaut werde. „Mit einer Wand von 170 Metern Länge und drei Metern Höhe, die Lärmschutz gewähren soll“, so die BI in einer Stellungnahme weiter. Nach einem Kreisel von 26 Metern Durchmesser ende diese Straße dann in einer Sackgasse.

Verständlicher Weise gebe es gegen dieses Vorhaben Widerstand, so die Bürgerinitiative weiter: „Mit rund 180 Einsprüchen haben Verbände und Privatleute mit besten Argumenten gegen diese Planung argumentiert.“

Das Planungsbüro habe diese Einwände bearbeitet und „mit fadenscheinigen Argumenten und Ausreden“ zurückgewiesen, beklagen die Vertreter der BI. „In keiner Weise wurde dabei auf den erheblichen Eingriff in diese wertvolle Landschaft und die Zerstörung des dörflichen Charakters von Bühl eingegangen.“ In Immenstadt seien über die Ortsteile verteilt 160 Grundstücke für Wohnungsbau genehmigt aber nicht bebaut. Allein in Bühl seien es 17, davon 14 in neueren Bebauungsplänen, betont die BI weiter. „Es gibt also keinen Baulandbedarf, der unsere wertvolle Landschaft weiter versiegelt, vor allem nicht mit einer unnötigen und überzogenen Straßenplanung.“

Im Vordergrund stehe jetzt „großer Widerstand gegen den Bau einer Umgehungsstraße“, schließt die BI. Für dieses Vorhaben gebe es in keiner Weise Bedarf. Sogar bei der Planung eines Hotels am Alpsee-Ostufer, die von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt worden sei, war die bisherige Zufahrt als genügend beurteilt worden. Allein die Aktivitäten der Buddhistischen Vereinigung am Gut Hochreute verursachten zeitweise Verkehrsprobleme, heißt es in der Erklärung der BI.

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