Klinikstandort Oberstdorf ist sicher

+
Der Klinikstandort Oberstdorf ist auch in Zukunft gesichert.

Auch nach der Fusion des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu mit den Kreiskliniken Unterallgäu wird am Klinikstandort Oberstdorf nicht gerüttelt. Dies versicherte bei der Jahreshauptversammlung des örtlichen Klinik-Förderkreises Julia Eggel, stellvertretende Betriebsleiterin im Klinikverbund.

Als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung funktioniere das kleine, aber wirtschaftlich starke Krankenhaus hervorragend und runde das Angebot im Klinikverbund ab. Allerdings könne im Hinblick auf eine neue Gesetzgebung die örtliche Notfallversorgung nicht kostendeckend erbracht werden. Die Geschäftsleitung des Klinikverbundes werde sich dieser Herausforderung jedoch stellen.

„Unsere Notfallversorgung vor Ort funktioniert sehr gut“, sagte Chefarzt Dr. Ulrich Bäcker als Vorsitzender des Förderkreises Krankenhaus Oberstdorf. Ein Problem sei, dass der Rettungsdienst Notfallpatienten oft in die Klinik nach Immenstadt transportiere.

Warum dies der Fall ist, will Marktgemeinderat Josef Dornach den Mitgliedern anschaulicher machen. Spontan lud er deshalb zu einer Führung durch die Rettungsleitstelle Allgäu ein, wo die Einsätze der Rettungsdienste koordiniert werden. Dornach plädierte an die Anwesenden, neue Fördermitglieder für die Klinik Oberstdorf zu gewinnen. Mit starker Präsenz setze man ein deutliches Zeichen, dass die Bevölkerung hinter ihrem Krankenhaus steht.

Applaus aus dem Förderkreis gab es für die Zusage von Manfred Baldauf, bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr erneut für den Oberallgäuer Kreistag zu kandidieren. Somit bestehe die Chance, dass er auch künftig dem Aufsichtsrat des Klinikverbundes angehören werde. „Die Klinik Oberstdorf wird weiterbestehen – zumindest solange es mich gibt“, sagte der zweite Förderkreis-Vorsitzende.

„Edi Geyer – ein Leben für die Politik und das Oberstdorfer Krankenhaus“, lautete ein Tagesordnungspunkt. In einem Rückblick würdigte Dr. Bäcker das Engagement Geyers, der als Bürgermeister 30 Jahre die Geschicke der Marktgemeinde geprägt hat. Dessen persönlichen Kontakten zu Franz Josef Strauß in Kooperation mit Förderkreis-Gründungsmitglied Beppo Wagner war zu verdanken, dass in den 1970er-Jahren 20 Millionen Mark für den Neubau der Klinik Oberstdorf bewilligt wurden.

cis

Auch interessant

Meistgelesen

Nikolausballonstart in Sonthofen
Nikolausballonstart in Sonthofen
Umfrage zur Barrierfreiheit beim ÖPNV
Umfrage zur Barrierfreiheit beim ÖPNV
Verdeckte Feinheiten
Verdeckte Feinheiten

Kommentare