Bier-Genuss-Dorf

Förderung für Bier-Wanderweg in Rettenberg

Nikolaus Weißinger und Tanja Oswald in Rettenberg
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Rettenberg Bürgermeister Nikolaus Weißinger (von links) und die Leiterin der Tourist-Info Tanja Oswald nahmen die Leader-Fördertafel für das Projekt „Bier-Genuss-Dorf Rettenberg“ von Eva Osterrieder und Christof Endreß von der Regionalentwicklung Oberallgäu in Empfang.

Rettenberg – Endlich bekommt das Allgäu einen Erlebnisweg zu einem der beliebtesten Produkte der Allgäuer – Bier! Das Brauereidorf Rettenberg hat sich diesem bislang fehlenden Baustein angenommen, denn der Genuss rund um das Thema Bier sei hier fester Bestandteil der Kultur, der Wirtschaft und des Tourismus, so die Projektidee.

Die drei ortsansässigen Brauereien sind aus diesem Grund die Hauptpartner der Gemeinde bei der Entwicklung der Marke „Bier-Genuss-Dorf“ und dem 1. Allgäuer Bierwanderweg, einem neuen Leader-Projekt im Gebiet der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Regionalentwicklung Oberallgäu. Ganz im Sinne von Leader gibt es aber noch eine ganze Reihe weiterer Partner: Hütten und Gastronomiebetriebe entlang der Wege und viele Lieferanten regionaler Produkte sowie Rettenberger Vereine.

„Der Beitrag des Bier-Genuss-Dorfs zu allen Kriterien unserer Entwicklungsstrategie (LES) ist hoch und deshalb gab es vom Entscheidungsgremium eine klare Zustimmung“, so der Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Christof Endreß. „Bürger werden beteiligt, die Besonderheiten unserer Region erlebbar gemacht, das Thema Ressourcenschonung zieht sich durch das Projekt und das Ganze ist eingebettet in ein Gesamtkonzept der Gemeinde“, erläutert Geschäftsführerin Eva Osterrieder die Entscheidung. Das für die Leader-Förderung im Allgäu zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten konnte deshalb jetzt den Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 37 000 Euro erteilen.

Erlebbarer Genuss-Weg

Mit neu konzipierten Routen auf bestehenden Wanderwegen werden die Besonderheiten des Brauereidorfes erlebbar gemacht. Klassische Infotafeln soll es nicht geben, stattdessen Verweilstationen, Geschichten per QR-Code und „Probiererle“. „Das Projekt trägt somit zur Steigerung der Wertschätzung regionaler Produkte bei. Dass die Bürger ihre Ideen bei Workshops einbringen sollen und originelle Ruhebänke entlang der Wanderwege gestalten, passt sehr gut zu den Zielen von Leader, die Vernetzung und Bürgerbeteiligung im ländlichen Raum zu stärken“, so die neue Leader-Koordinatorin am AELF Kempten, Veronika Hämmerle.

Anfang September wurde nun die Fördertafel an Bürgermeister Nikolaus Weißinger und das Projektteam mit Tanja Oswald und Yvonne Rädler von der Tourist-Info Rettenberg übergeben. „Ich bin froh, dass die Antragsstellung durch die Unterstützung der LAG so zügig möglich war und das AELF diesen Antrag so schnell bewilligen konnte“, erklärt Tanja Oswald. „So können heuer noch die ersten Projektbausteine umgesetzt werden. Und ab dem nächsten Frühjahr können die Besucher dann das im Allgäu einzigartige Konzept ‚Wandern-Einkehren-Regionale Spezialitäten probieren und Kennenlernen‘-Konzept voll auskosten.“

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