Dialekt und Heimatkunde

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Der Förderverein mundArt Allgäu sieht sich im Jubiläumsjahr gut aufgestellt. Die Mitglieder des Vorstandes wurden für weitere drei Jahre gewählt: Beisitzerin Mechthilde Reichart (von links) aus Mauerstetten, Schriftführer Uwe Söder (Nesselwang), Schatzmeisterin Andrea Lotter (Pfronten/Seeg), Vorsitzender Simon Gehring aus Durach, Beisitzerin Cornelia Bessler (Bad Oberdorf) und Zweiter Vorsitzender Max Adolf (Sonthofen).

Der Förderverein mundArt Allgäu mit den Hauptzielen, sich für die Erhaltung und Pflege der heimischen Mundart (Dialekt) einzusetzen, die Herausgabe von Publikationen zu fördern, sowie Veranstaltungen durchzuführen, konnte seit der Gründung im Jahr 2004 viele Projekte realisieren.

Unter dem Motto „Dem Dialekt und der Heimat verpflichtet“ stand das abgelaufene Vereinsjahr des Fördervereins mundArt Allgäu e.V. „Wir verfolgen die Vereinsziele weiterhin mit großem Nachdruck und sind dabei auf einem guten und erfolgreichen Weg“, sagt Vorsitzender Simon Gehring.

Als einen besonderen Höhepunkt bezeichnete er das jährliche Mundartforum im Rahmen der Allgäuer Festwoche, dass seit 20 Jahren einen großen Zuspruch erfährt“, so Gehring. Man könne stolz sein, dass diese Veranstaltungsform immer wieder die Menschen auf einem hohen Niveau anspricht. Zur Jubiläumsveranstaltung am Donnerstag, 15. August, in Kempten werden bekannte Autoren erwartet.

Großes Interesse am "Hoimat-Quartett"

Die drei „Hoimat-Quartett-Spiele“ für die Regionen Ober- und Ostallgäu, sowie für das gesamte Allgäu wurden schon tausendfach mit großem Zuspruch abgesetzt.

Zwei Veranstaltungen wurden in Durach mit dem dortigen Heimatverein durchgeführt. Einmal war der Filmemacher Leo Hiemer zu Gast. Eine weitere Veranstaltung fand mit der Familienmusik Althaus aus Fischen statt, die nicht nur die Volksmusik pflegt, sondern auch den Gesang von traditionellen Liedern und Jodlern des Dialekts fördert.

Der mundArt-Verein suchte die schönsten „Allgäuer Advents- und Weihnachtsversla und -gedichte“. Rund 70 Einsendungen von rund 40 Autorinnen und Autoren konnten die Initiatoren verzeichnen. Darüber hinaus wurde ein Teil der Einsendungen in ein „Allgäuer Weihnachtsheftle“ verarbeitet und veröffentlicht.

Mundarttheater an den Grundschulen

„Präsent war der Förderverein mit einem Stand bei der „Hindelongar Alpzit“ und konnte dort gute Kontakte knüpfen“, so der Zweite Vorsitzender Max Adolf. Mit großem Bedauern wurde dem Verlust des langjährigen Schatzmeisters und Gründungsmitgliedes Max Geist aus Wildpoldsried gedacht. „Er hat in den vielen Jahren großartiges für den Verein geleistet“, so Vorsitzender Gehring.

Verstärkt wolle man sich um das Thema „Mundarttheater an Grundschulen“ kümmern. Das Schulamt habe hierzu bereits Interesse bekundet. Mit Michael Lehmann aus Ellhofen (Westallgäu) wurde ein versierter Autor gefunden, der „Märchen im Dialekt“ geschrieben hat. Die aktuell aufgelegte Sammlung dazu soll Grundschulen und Vereinen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

„Mit dem neuen „Pflanzen-Memo“ Spiel sollen sich die Spieler mit der heimischen Pflanzenwelt auseinandersetzen“, erklärte Autorin Andrea Lotter.

Ausblick auf das Jubiläumsjahr

Mit Blick auf das Jubiläumsjahr 2019 soll es einen Festgottesdienst mit Dialekt und Volksmusik am Sonntag, 13. Oktober, um 9.30 Uhr in Durach geben. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Durach wird ein Mundartabend mit Musik und Bildern unter dem Motto „A riabige Stund“, am Freitag, 22. November, um 19.30 Uhr, veranstaltet.

Dass sich Bundesminister a. D. Dr. Theo Waigel erneut bereit erklärt hat, „Die Schwäbische Weihnacht“ von Artur Maximilian Miller zu lesen, darauf sind die Vereinsverantwortlichen besonders stolz. Diese Veranstaltung wird am Sonntag, 15. Dezember, um 16 Uhr, in der Pfarrkirche Oberstaufen stattfinden.

Vorsitzender Simon Gehring dankte schließlich der Sparkasse Allgäu, dem Verein L & G Sternenhimmel sowie der Privat-Brauerei Zötler für die Förderung. Auf viel Interesse stoße zudem die Vereinshomepage www.mundart-allgaeu.de

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