Badetage für Frösche

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Obwohl der Tümpel im Kürnacher Staatswald noch vereist ist, laichen darin schon die Grasfrösche

Menschen läuft es schon bei dem Gedanken eiskalt den Rücken herunter, Lurche können sie kaum erwarten: Die Freiluft-Badesaison! Die warmen Sonnenstrahlen der vergangenen Tage haben die Grasfrösche in ihren Winterquartieren geweckt und hormongesteuert wandern sie zielstrebig offenen Wasserflächen zu.

Dort stürzen sie sich ins kalte Nass und tauchen erst mal ganz unter. „Das scheint richtig gut zu tun, denn nach dem Auftauchen geben sie ein zufriedenes, sonores Brummen von sich“, schmunzelt der für einen Teil des Staatswaldes in der Kürnach verantwortliche Revierleiter Hans Mayr. Übrigens brummen nur die meist kleineren Männchen, um die Weibchen auf sich aufmerksam zu machen.

Förster Hans Mayr weiter: „Wenn ihnen das gelungen ist, wird anschließend Hochzeit im kalten Wasser gefeiert. Vielstimmige Orchester aus männlichen Fröschen haben sich eingefunden und die Weibchen sind von deren Gesang ganz hin und weg. Die Hochzeit dauert nur ein paar Tage – dann brodelt es regelrecht vor lauter Froschleibern und an den Ufern der Laichtümpel türmen sich ganze Knäuel von befruchtetem Froschlaich.“ Anschließend verlassen die Eltern das Wasser wieder und überlassen den Nachwuchs Mutter Natur.

„Die natürlichen Verluste bei Eiern, Kaulquappen und Jungfröschen sind riesig, gerade an den vergangenen Tagen, wo schon der Laich regelrecht im Eis festgefroren war“, meint Revierförster Hans Mayr vom Forstbetrieb Sonthofen. Er hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Tümpel im Staatswald in der Kürnach angelegt. Neben der unpassenden Witterung kommen noch viele Fressfeinde als Gefährdung hinzu, die über den Laich und die Frösche herfallen. Beispielsweise stehen bei Schwarzstorch, Uhu, Ringelnatter und Fuchs Grasfrösche auf dem Speiseplan. Aber auch Larven von Großlibellen ernähren sich von Kaulquappen. „Dennoch vermehren sich die Frösche hier und werden jedes Jahr mehr. Es ist faszinierend, wie die Grasfrösche jedes Jahr einen Tümpel nach dem anderen in Besitz nehmen. Sie scheinen sich hier richtig wohl zu fühlen“, freut sich Förster Mayr.

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