Ungewöhnlicher Kletterunfall nach dem "Blutmond"

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Während nach der eindrücklichen totalen Mondfinsternis über tausend Himmelsbeobachter vom Hochgrat gen Tal zogen, kam es auf er Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins, dem „Staufner Haus“, zu einem ungewöhnlichen „Kletterunfall“.

Eine 44-jährige Frau stürze beim Aufstieg aufs Hochbett mit dem Gesäß auf den Boden und zog sich dabei eine schwere Rückenverletzung zu. Dieses Unglück ereignete sich im obersten Stockwerk des Gebäudes. Das Team der Bergwacht Oberstaufen, das kurz nach Mitternacht alarmiert wurde, musste sich damit einer nicht alltäglichen Herausforderung stellen. 

Der Bergwachtnotarzt entschied, dass die schonendste Abransportmöglichkeit gewählt werden muss. Daher wurde der nachtflugtaugliche Hubschrauber der Schweizer Rettungsflugwacht „Rega 7“ aus St. Gallen angefordert. Gleichzeitig galt es, die verletzte Frau möglichst ohne große Erschütterungen aus dem zweiten Stock des Gebäudes zu bringen. Während im Tal für solche Zwecke meist die Drehleiter der Feuerwehr zum Einsatz kommt, mussten die Bergretter sich eine andere Methode überlegen. 

Die Patientin wurde kurzerhand über den vor dem Schlafraum befindlichen Balkon in der Gebirgstrage an der Außenseite des Hauses abgeseilt und anschließend dem mittlerweile eingetroffenen Hubschrauberteam übergeben. Dieses flog dann die Verletzte durch die fast taghelle Vollmondnacht ins Krankenhaus Immenstadt zu weiteren Versorgung.

Dr. Mayer, Bergwacht Oberstaufen

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