Zum Schutz vor Unglück

Frauenbund spendet Erlös aus Kräuterboschen-Verkauf an Bergwacht

Spendenübergabe in Gunzesried
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Fabian Rietzler (von links), Annelies Jäckle, Peter Ellmann, Eva Endreß, Conny Ney, Angelika Altmann und Otto Möslang bei der Spendenübergabe in Gunzesried.

Oberallgäu – Wie jedes Jahr, sammelten und banden die Frauen vom Kath. Frauenbund Seifriedsberg-Ofterschwang Kräuter zum Fest Mariä Himmelfahrt. Über 180 Boschen wurden von vielen fleißigen Händen gebunden und mit dekorativen Schleifen versehen. Ein ganz herzlicher Dank geht an alle Helferinnen und besonders an Eva Endreß von der Alpe Gerstenbrändle in Gunzesried, die dem Frauenbund den Platz für die Aktion zur Verfügung stellte.

Beim Festgottesdienst am 15. August in der Pfarrkirche in Seifriedsberg, festlich umrahmt von den Reichenbacher Frauen, wurden von Pater Joshy die Kräuterboschen geweiht und nach der Messe konnten diese von den Kirchenbesuchern gegen eine Spende mit nach Hause genommen werden.

Die Kräuterboschen werden getrocknet und finden dann Platz im Haus, im Herrgottswinkel, im Stall und auf dem Dachboden. Bei Unwettern und Stürmen werden heute noch einige der getrockneten Pflanzenteile im Feuer verbrannt, das soll vor Blitz und Unglück schützen.

Ein schöner Brauch, mit dem der Frauenbund auch Gutes tun möchte. So wurde der Spendenerlös aufgestockt und es konnten jeweils 750 Euro an Peter Ellmann von der Bergwacht Immenstadt und 750 Euro an Fabian Rietzler von der Bergwacht Sonthofen übergeben werden. Zusammen mit Otto Möslang, Landesleitung Bergwacht Bayern, freute sich die Vorstandschaft des Frauenbund Seifriedsberg-Ofterschwang, dass sie dazu beitragen können, die Ausbildung des Nachwuchses der Bergwacht zu unterstützen. Laut Otto Möslang muss die Bergwacht Betrieb, Kleidung und Hütten selbst bestreiten, Geräte und Fahrzeuge stellt der Bayerische Staat und die Ausbildungskosten (35 Prozent des Gesamtbudgets) werden aus Spenden finanziert. Leider mussten zur 100-Jahr-Feier der Bergwacht Bayern am 14. Juni, wegen der Corona-Pandemie alle Festlichkeiten entfallen.

Zudem war der erst kürzlich verstorbene Dr. Herbert Forster in der Bergwacht bis zuletzt aktiv. Er war 24 Jahre zuständig für die Notfallmedizin der Bergwacht und als Notarzt auch bei Hubschraubereinsätzen dabei. Nachdem es Dr. Forster ein Anliegen war, das Krankenhaus Mtinko in Tansania, ein Projekt von Pfarrer Helmut Enemoser, zu unterstützen, entschloss sich die Vorstandschaft spontan im Gespräch mit den Bergwächtlern auch für das Krankenhaus Mtinko einen Betrag in Höhe von 500 Euro zu spenden.

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