"Den richtigen Mann gefunden"

+
Dr. Philipp Prestel

Oberallgäu – Dr. Philipp Prestel ist der Landratskandidat der Freien Wähler. Der 48-Jährige Betriebswirt, Gerontologe und Organisations- psychologe, Gemeinderatsmitglied in Dietmannsried, ist aktuell Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer mehrerer Stiftungsgesellschaften.

„Wir haben den richtigen Mann gefunden”, zeigte sich Hugo Wirthensohn, Vorstand des Kreisverbands der Freien Wähler Oberallgäu, bei der Vorstellung Prestels als Landratskandidat am Freitag zuversichtlich. Prestel sei sorgfältig „ausgewählt” worden und entspräche allen Kriterien, die die Freien Wähler Oberallgäu für ihren Landratskandidaten aufgestellt hätten. Prestel sei zudem schon auf Grund seines Alters „kein Übergangskandidat” betonte Dr. Leopold Herz, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, und er könne sich auf seine Parteikollegen verlassen. 

Prestel ist gebürtiger Dietmannsrieder und hat auch den Großteil seines Lebens dort verbracht. Nach einer kaufmännischen Ausbildung bei einer Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Kempten studierte er – immer berufsbegleitend wie er betont – Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Unternehmensführung, Gerontologie und Organisationspsychologie sowie Wirtschafts- und Vermögensrecht. Nachdem er als Sachbearbeiter in der Steuer- und Unternehmensberater, als Abteilungsleiter im Finanz- und Rechnungswesen einer Klinik sowie zehn Jahre als Verwaltungsleiter und Sprecher des Leitungsteams einer Trägerstiftung gearbeitet hatte, fungiert er seit 2001 als Geschäftsführer und seit 2008 auch als Vorstandsvorsitzender einiger Stiftungsgesellschaften: der AllgäuStift Seniorenbetreuungs- und Pflegezentren, des Caritas-Zentrums und Kindertagesstätte Seeg, des Familienpflegewerkes Kempten-Oberallgäu sowie von Gesundheits- und Pflegediensten in Kempten und Lindau. 

Zusätzlich engagiert sich Dr. Philipp Prestel als unter anderem als Markenbeirat der Allgäu GmbH, als Handelsrichter am Landgericht Kempten und als Mitglied des Lenkungsausschusses des Allgäuer Aktionsbündnisses „Pflege im Aufbruch” und ist Mitglied in Vereinen wie der Alzheimer-Gesellschaft Allgäu e.V. oder des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu. 

„Die Dinge entwickeln sich nicht selbständig, sie müssen gesteuert werden”, ist sich Prestel sicher. Dies sei nur ein Beweggrund, warum er für den Posten des Landrates kandidiere. Neben Fragen der demographischen Entwicklung und der Verbesserung der Situation in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen der Region liege eines seiner Hauptaugenmerke auf der Entwicklung von familien- und seniorenfreundlichen Gemeinden. 

In der Energiepolitik sieht Prestel zunächst einmal Handlungsbedarf bei der Frage, wie der Energieverbrauch gesenkt werden kann. Erst dann könnten die regenerativen Energien weiter ausgebaut werden, wobei im Oberallgäu als Tourismusregion immer der ökologische und der ökonomische Nutzen miteinander abgewogen werden müssten. 

Prestel, der nicht weit vom Landkreis Unterallgäu entfernt wohnt, möchte im Oberallgäu auf jeden Fall die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe erhalten, keine „Fabriken” wie im Nachbarlandkreis. Wichtig ist Prestel auch das Ehrenamt. 

Ohne Ehrenamtliche geht es auch in unserem Landkreis nicht; mit der Ehrenamtskarte, die alle zwei Jahre verliehen wird, sei zwar ein erster Schritt gemacht bei der Anerkennung des Engagement; jedoch sei dies noch zuwenig. 

Beim Thema Haushalt und Finanzen des Landkreises sieht Prestel „gar nicht so schwarz”, wie er betont. Damit die Landkreise ihre Aufgaben bewältigen könnten sei es jedoch wichtig, dass sie einen höheren Anteil am Finanzausgleich bekämen. 

Bei der TBC-Problematik sitze der Landkreis zwischen zwei Stühlen: auf der einen Seite die staatlichen Vorgaben, die er erfüllen müsse, auf der anderen Seite die Interessen der Landwirte in der Region. Für Prestel ist hier die Kommunikation mit den Beteiligten sehr wichtig – was sich nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen auf jeden Fall gebessert habe. 

Am 20. November findet die Nominierungsversammlung des Kreisverbandes der Freien Wähler statt – dann dürfen die Parteimitglieder über Prestels Kandidatur abstimmen.

Eva Veit

Meistgelesen

Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
"Bettl mit Dettl" - LaBrassBanda vs. Musikkapelle Burgberg
"Bettl mit Dettl" - LaBrassBanda vs. Musikkapelle Burgberg
"Bettl mit Dettl" an der Drogeriemarktkasse
"Bettl mit Dettl" an der Drogeriemarktkasse
Eine Frage der Sichtweise: Sparkasse Allgäu vs. Stadt Immenstadt
Eine Frage der Sichtweise: Sparkasse Allgäu vs. Stadt Immenstadt

Kommentare