Kemptener Freimaurer begehen Festakt im Immenstädter Schloss

Im Zeichen der Brüderlichkeit

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Ein Ausflug in die Oberstdorfer Berge gehörte zum Besuchsprogramm der Gäste.

Vor Kurzem feierte die Freimaurerloge „Zum Hohen Licht“ in Kempten eine besondere rituelle Arbeit. Mit über 95 Teilnehmern aus mehr als 15 verschiedenen Logen hatte die Arbeit im Immenstädter Schloss einen besonderen Charakter.

Besonders stolz sind die Kemptener Brüder auf die internationale Vielfalt, dass nicht nur deutsche Brüder, sondern auch englische, österreichische und belgische Freimaurer der Einladung ins Allgäu gefolgt sind.

Die Freimaurer wählten das Immenstädter Stadtschloss mit seinem wunderschönen, historischen Saal nicht umsonst aus. Die Grafen von Königsegg-Rothenfels, die ehemaligen Schlossherren, waren Protektoren, Unterstützer und Mitglieder der früheren Loge „Zur aufgehenden Sonne“, die im 18. Jahrhundert in Kempten gegründet wurde.

„Es ist immer wieder eine Besonderheit, wenn man sieht, wie die weltweite Bruderkette funktioniert. Während Europa sich entfremdet, versuchen wir die den brüderlichen Kontakt über Landesgrenzen hinweg zu halten und zu intensivieren.“, so (Dr.) Jürgen Rogalla, der Vorsitzende der Kemptener Loge, in Freimaurerkreisen „Meister vom Stuhl“ genannt. „Wir hatten ein volles Programm, neben einer Aufnahme, also der Initiation eines Neumitglieds, haben wir noch einem englischen Bruder die Ehrenmitgliedschaft verliehen, um im Anschluss mit unseren Frauen und Gästen gemeinsam Abend zu essen“, so Rogalla weiter. Um den zahlreichen Gästen aus dem Ausland die bayerische Kultur näher zu bringen wurde der Sektempfang von einer Tanzeinlage der Kindertrachtengruppe „Die Älpler“ begleitet. Mit zwei verschiedenen Tänzen unter der Leitung von Vorplattler Björn Walser wurden die Gäste auf den festlichen eingestimmt.

Die rituelle Arbeit und das simultan laufende Frauenprogramm wurden mit einer „Weißen Tafel“ abgerundet. „Dies ist ein spezieller ritueller Essensablauf, den die Bruderschaft seit 300 Jahren im Anschluss an ihre Arbeiten durchführt“, erklärt Fabian Geyer, Redner der Loge und Organisator des Abends. „Gemeinsam mit unseren Brüdern, Frauen und Gästen der Loge in dieser Form zu Abend zu Essen hat etwas ganz Besonderes. Beeindruckend auch, wie das Team des Immenstädter Stadtschlosses auf unsere rituellen Besonderheiten eingehen konnte und das Abendessen zu einem krönenden Abschluss gestaltete.“

Die Kemptener Loge gibt sich jedoch nach dem großen Festakt keine Ruhepause, sondern steckt bereits mitten in den Planungen für die nächsten internationalen Arbeiten. „Im September werden wir unsere Partnerstadt und die ansässige Loge in Sligo besuchen, im November fliegen wir bereits wieder nach London und im Dezember besuchen uns wieder die englischen Brüder um einmal das Allgäu in seiner weißen Winterpracht bestaunen zu können“ sagt Geyer.

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