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Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu

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Von: Josef Gutsmiedl

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Freisprechung 2022 der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu
Mit die größte Berufsgruppe bei der Freisprechungsfeier sind neben den Zimmerleuten regelmäßig die Schreiner. ©  Josef Gutsmiedl

Oberallgäu – Die Kreishandwerkerschaft Oberallgäu hat bei der Freisprechung in Fischen 89 Auszubildende in den Stand der Handwerksgesellen aufgenommen. 

Traditionell wird der „Nachwuchs“ in den Handwerksberufen nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung „freigesprochen“ von den Verpflichtungen, die mit der Lehrzeit verbunden sind. Diese Zeremonie wird auch bei der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu regelmäßig im Herbst in einer Feierstunde vollzogen. Diesmal wurden in der Freisprechung in Fischen 89 Auszubildende in den Stand der Handwerksgesellen aufgenommen. 

Das Handwerk in der Region habe die „herausfordernde Pandemiezeit“ im wesentlichen gut gemeistert, meinte Kreishandwerksmeister Ulrich Kennerknecht. Eine Zeit, die auch für den Schulbetrieb nicht einfach gewesen sei, die aber auch verschiedene Prozesse beschleunigte. Nach der Coronakrise schließe sich aktuell die Energiekrise fast nahtlos an. Hier sei das Handwerk besonders gefordert, so Kennerknecht. Optimistisch gab er den zu Gesellinnen und Gesellen „beförderten“ jungen Leuten mit auf den Weg: „Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist ein gutes Rüstzeug. Ihr schafft es. Wir schaffen es.“

Modern und zukunftstauglich

Ganz ähnlich skizzierte der stellvertretende Landrat Thomas Eigstler den Stellenwert des Handwerks, das nicht allein der Tradition verhaftet, sondern modern und zukunftstauglich aufgestellt sei. „Etwas mit eigenen Händen schaffen, gibt auch persönliche Befriedigung.“ Eigstler verwies auch auf die vielen Möglichkeiten, sich beruflich in der Branche weiter zu entwickeln. „Eine abgeschlossene Ausbildung ist eine gute Ausgangsbasis für beruflichen Erfolg.“

Wie diese Möglichkeiten aussehen können, beschrieben etwa die frischgebackene Innungssiegerin der Zimmerleute, Lina Reichart aus Oberstaufen und der Weltmeister im Metzgerhandwerk, Matthias Endrass aus Bad Hindelang. Konsequente Weiterbildung sei ebenso wichtig wie die generelle Freude am gewählten Beruf, ergänzte Peter Eisenlauer, Leiter der Staatlichen Berufsschule Immenstadt. Hier werde mit der neuen Holztechniker-Schule ein wesentliches Fundament der beruflichen Qualifizierung angeboten.

Ehrung der Innungsbesten

Besonders gewürdigt wurden im Rahmen der Feier die Innungsbesten aus dem Bereich der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu: Veronika Kögel (Friseurin) aus Bad Hindelang, Carolina Nigg (Maler- und Lackiererin) aus Rettenberg, Bastian Fink (Schreiner) aus Immenstadt und Lina Reichart (Zimmererin) aus Oberstaufen.

Freisprechung 2022 der Kreishandwerkerschaft Oberallgäu
Der Stellvertretende Oberallgäuer Landrat, Thomas Eigstler (rechts), und Kreishandwerksmeister Ulrich Kennerknecht (von links) zeichneten die innungsbesten Auszubildenden Lina Reichart, Carolina Nigg und Veronika Kögel aus (es fehlt Bastian Fink). © Josef Gutsmiedl

Mit Sonderpreisen „Dualer Förderpreis Holztechnik“ zeichnen die ehemaligen Fachschullehrer der Berufsschule Immenstadt die besten Schreinerlehrlinge aus, wobei es dabei gleichermaßen auf soziale Kompetenz und schulische Leistungen ankommt. Heuer konnten sich Bastian Fink, Lukas Herz und Luis Reichart über diese Preise im Gesamtwert von 360 Euro freuen. Ziel der Initiatoren ist es, junge Schreinerinnen und Schreiner zu motivieren und zu fördern. Seit dem Jahr 2011 wurde so mehr als 10 000 Euro ausgeschüttet.

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