Ein besonderer Jahrgang

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Freudige Gesichter bei der Bosch-Freisprechungsfeier mit (vorne von links)Nicolai Weber (Bester Werkfeuerwehrmann, Staatspreisträger), Christoph Lammel (Staatspreisträger, Feuerwehrmann), Benjamin Albrecht (Bester Industriemechaniker), Christian Hagenauer (Bester Werkzeugmacher, Staatspreisträger), Carina Jörg (Beste der Mechatroniker, Staatspreisträger), Erkan Köymen (Staatspreisträger, Industriemechaniker) sowoe (hintere Reihe von links) Hubert Rapp (Ausbilder), Anton Halter (Ausbilder), Miroslav Eitler (Bester Industriemechaniker, Staatspreisträger), Hermann Strunz (Ausbildungsleiter), Martina Steinacker (Abteilungsleiterin für die Aus- und Weiterbildung), Johannes Lauterbach (kaufmännischer Werkleiter), Didac Fernandez Ramos (Staatspreisträger, Industriemechaniker) und Bernward Lindenthal (Ausbilder).

Die Robert Bosch GmbH konnte jüngst bei der Freisprechungsfeier in Blaichach einen ganz besonderen Ausbildungsjahrgang verabschieden. Allen 23 Auszubildenden konnten nach erfolgreichem Abschluss ihrer Lehre mit verkürzter Ausbildungszeit die IHK-Abschlusszeugnisse aushändigt werden.

Der Ausbildungsjahrgang 2014 / 2017 hielt allerdings für den Ausbildungsleiter Hermann Strunz zwei besondere Herausforderungen parat. So war zum einen erstmalig eine Lehre als Werkfeuerwehrmann und zum anderen im Rahmen des Projektes „Ausbildungsinitiative für Südeuropa“ jungen Spaniern eine Lehre in Blaichach angeboten worden.

Zur Freude des Ausbildungsleiters verlief die Lehrzeit trotz der Neuerungen wieder harmonisch und sehr erfolgreich. So wurden die beiden jungen Werkfeuerwehrleute Christoph Lammel und Nicolai Weber mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Auch Didac Fernandez Ramos, einer der beiden spanischen Azubis, wurde aufgrund seiner hervorragenden Leistungen als Industriemechaniker mit dem Staats­preis ausgezeichnet. „Ich bin glücklich“, sagte Ramos, „dass ich bei Bosch einen Ausbildungsplatz als Industriemechaniker und jetzt auch noch bei Bosch in Blaichach einen Arbeitsplatz erhalten habe.“ Er werde die ihm gebotene Chance nutzen und neben seiner Arbeit in der Fertigung noch ein Fernstudium als Ingenieur dranhängen.

Die Abteilungsleiterin für die Aus- und Weiterbildung, Martina Steinacker, verriet den staunenden Gästen im Blaichacher Bildungszentrum im Rahmen der Freisprechungsfeier, dass das erst vor vier Jahren eingeweihte Bildungszentrum jetzt schon wieder erweitert werde. „Wir bereiten uns auf die Zukunft vor und schaffen daher zusätzliche Maschinen- und Projektflächen“, verriet Steinacker, „um uns in der Ausbildung auf neue Technologien vorzubereiten, die uns die Megatrends ankündigen wie die Elektrifizierung oder das autonom fahrende Auto.“ Da Bosch weltweit sehr erfolgreich agiere, sei eine zukunftsorientierte und fertigungsnahe Ausbildung die Basis des Erfolgs. „Es ist unser Anspruch,“ sagte Steinacker, „unseren Azubis immer die beste Ausbildung zu ermöglichen.“ Dazu gehöre auch, sie zu lebenslangem Lernen zu motivieren. Werkmeister („Meister für die Kamera“, so Strunz) Andreas Herz, bestätigte dies und erzählte den Jung-Boschlern aus seiner 20-jährigen Berufserfahrung bei Bosch. Er ermutigte sie, Geduld zu haben und sich den Herausforderungen zu stellen, denn sie würden daran wachsen. Der kaufmännische Werkleiter, Johannes Lauterbach, erinnerte die Ex-Azubis an die raschen technischen Entwicklungen während ihrer Lehrzeit. So hätten sie den Einzug von Industrie 4.0 miterlebt. Sie seien damit aufgewachsen. Sie hätten erfahren, dass Automatisierung und Vernetzung zunehme, ebenso wie die Geschwindigkeiten der Veränderungen. Deshalb sei „Flexibilität und Weiterbildung kein Zwang, sondern eine freiwillige Herausforderung“, sagte Lauterbach. „Wir werden sie dabei unterstützen, weil wir auf ihre Erfahrung angewiesen sind.“

Hans Ehrenfeld

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