Chancen im Handwerk

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Jürgen Schmid (von rechts), Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, und Hans-Peter Hartmann, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Kempten, sowie Josef Mayr (von links), 2. Bürgermeister der Stadt Kempten, und der stellvertretende Landrat Anton Klotz, freuen sich mit den Ausgezeichneten Christoph Sutter, Maximilian Barth, Niklas Ardovara und Florian Besserer.

Oberallgäu - Handwerk hat goldenen Boden. Dieser alte Spruch hat heute wieder mehr denn je Berechtigung. Nirgendwo sonst sind auf lange Sicht die Berufschancen, sowohl was Aufstiegsmöglichkeiten als auch sichere Arbeitsplätze anbelangt, so gut wie im Handwerk. 

Das machte Kreishandwerksmeister Hans-Peter Hartmann bei der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Kempten am europäischen Vergleich deutlich. „Man blickt oft neidvoll auf unsere Nation. Es gibt kaum ein zweites Land, in dem die Beschäftigungszahlen so gut, die Jugendarbeitslosigkeit so niedrig und die wirtschaftlichen Aussichten so rosig sind. Die Handwerkerinnen und Handwerker erhalten mit dem Gesellenbrief eine Qualifikation, die weltweit ihresgleichen sucht“, so der Kreishandwerksmeister. 

Dass dies so sei und auch so bleibe, sei nicht selbstverständlich, sondern liege an dem enormen Engagement der Ausbilder und den handwerklichen Betrieben. Es sei großartig, wie diese sich immer wieder für eine gute und solide Berufsausbildung der jungen Menschen einsetzten. Das Handwerk mit seinen zig Möglichkeiten sei längst ein Berufsfeld, das alles zulasse, bis hin zum Studium. Vor diesem Hintergrund könne er nur an die jungen Handwerker appellieren, dem Handwerk verbunden zu bleiben. „Nehmen Sie jetzt erst recht die Herausforderungen an und gestalten Sie mit dem Handwerk Ihr Lebenswerk“, lautete die Empfehlung von Hans-Peter Hartmann an die 51 Frauen und Männer aus elf Berufen, die an diesem Abend freigesprochen wurden. Auch Jürgen Schmid, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, betonte die Bedeutung einer qualifizierten handwerklichen Ausbildung: 

„Der Gesellenbrief kann gut und gerne als Eintrittskarte für die Zukunft bezeichnet werden, eine abgeschlossene handwerkliche Ausbildung ist ein Sprungbrett in alle Richtungen.“ Besonders reizvoll sei es, eine eigene Firma zu haben. Gerade für eine Region wie das Oberallgäu seien die klein- und mittelständischen Unternehmen im Handwerk ein ganz wesentlicher Stabilitätsfaktor. „Hier werden langfristig Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze geschaffen, mit diesen Betrieben wird die Versorgung vor Ort sichergestellt und hier findet sich ein wirtschaftlicher Anker, der den Menschen auch Perspektive gibt“, betonte der Kammer-Präsident. Kemptens Zweiter Bürgermeister, Josef Mayr, betonte ebenfalls die Bedeutung sowie die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft des Handwerks. Es zähle zu den tragenden Säulen unserer Wirtschaft und Heimat. Den jungen Handwerkern empfahl er, mit Optimismus ins Berufsleben zu starten, „denn Optimismus ist die günstigste und wichtigste erneuerbare Energie, die wir haben“. Im Rahmen der Freisprechungsfeier wurden auch junge Handwerker ausgezeichnet, die ihre Berufsausbildung mit großem Erfolg und hervorragenden Leistungen abgeschlossen haben.

prb

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