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Fridays for Future Sonthofen demonstrieren für eine bessere Klimapolitik

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Fridays for Future Sonthofen Klimademo
Vor dem Rathaus in Sonthofen kamen rund 150 Menschen zusammen, um für eine effektivere Klimapolitik zu demonstrieren. Klimaschützern ist auf regionaler Ebene vor allem der geplante Ausbau der B 12 ein Dorn im Auge. „Klimaschutz ist in allererster Linie Menschenschutz sowie Friedensicherung“, sagte Anna-Lena Hummler von Fridays for Future Sonthofen auf der Kundgebung. © Lena Fuhrmann

Sonthofen – Vergangenen Freitag hatte Fridays for Future zum globalen Klimastreik aufgerufen. Auch vor dem Rathaus in Sonthofen kamen rund 150 Menschen zusammen.

Dem globalen Klimastreik unter dem Motto #peoplenotprofit am vergangenen Freitag sind deutschlandweit Hundertausende – allein in Berlin 30 000 Menschen – auf über 250 angemeldeten Demos gefolgt. Auch vor dem Rathaus in Sonthofen kamen rund 150 Menschen zusammen, um für eine effektivere Klimapolitik zu demonstrieren. „Es geht längst nicht mehr nur darum, das Artensterben zu stoppen, das ist bereits in vollem Gange. Es geht darum, unsere eigene Lebensgrundlage zu retten. Klimaschutz ist in allererster Linie Menschenschutz sowie Friedensicherung und verdient daher unsere höchste Aufmerksamkeit und Priorität“, sagte Anna-Lena Hummler von Fridays for Future Sonthofen bei der Kundgebung.

Protest gegen geplanten B12-Ausbau

In der kleinen Menge der Zuhörer vor dem Rathaus befand sich auch Sonthofens Bürgermeister Christian Wilhelm, der den Reden aufmerksam lauschte. Den Klimaschützern ist auf regionaler Ebene vor allem der geplante Ausbau der B 12 ein Dorn im Auge, bei dem 100 Hektar landwirtschaftliche Fläche unwiderruflich zerstört würden: „Im Jahr 2022 weiterhin auf individuelle Mobilität durch Autos zu setzen und eine 28 Meter breite Autobahn durchs Allgäu zu bauen, ist verantwortungslos, kurzsichtig und ein Widerspruch zum Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts!“, so Hummler. Die kleine Menge an Demonstranten gab ihr jubelnd und pfeiffend Recht.

100 Milliarden für den Klimaschutz

„Wenn es möglich ist, über Nacht ein 100 Milliarden Sondervermögen für den Verteidigungshaushalt bereit zu stellen, ohne dass zu diesem Zeitpunkt geklärt wäre, was mit diesem Geld eigentlich konkret passieren soll, muss es auch möglich sein, ein sofortiges Sondervermögen von 100 Milliarden für den Klimaschutz bereitzustellen“, rief sie abschließend und erntete Applaus, „damit fordern wir von der Politik nicht mehr, als endlich auf die immer dringlicher werdenden Rufe der Wissenschaft zu hören und konsequente Klimapolitik umzusetzen. Und dafür gehen wir jetzt alle gemeinsam auf die Straße!“ Nach dem Demonstrationszug durch die Innenstadt folgten weitere engagierte Reden und Musikbeiträge. 

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