Fridays for Future Sonthofen fordert die Landrätin zum Handeln auf

Kerzen für das Klima

Kerzen- und Beameraktion von Fridays for Future in Sonthofen
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Die Kerzen- und Beameraktion von Fridays for Future in Sonthofen wurde von einer Feuershow, einem Klimalied und engagierten Reden begleitet, mit denen die Klimaschützer an die Verpflichtungen des Pariser Klimaabkommens auch für das Oberallgäu erinnerten.

Sonthofen – Vor fünf Jahren schlossen auf der UN_Klimakonferenz in Paris die Europäische Union und 195 weitere Staaten das Klimaabkommen. Das Übereinkommen sieht die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten vor. Zum fünften Geburtstag des Klimaabkommens, führte Fridays for Future in mehreren Ländern Aktionen durch, um auf das Klimaziel aufmerksam zu machen.

Auch die Ortsgruppe Sonthofen veranstaltete vergangenen Freitag eine Klimaschutzaktion. Mit mehreren hundert Kerzen formten die Klimaschützer den Spruch „Fight for 1,5 Grad“. Ronja Lacher von Fridays for Future appellierte in einer emotionalen Rede an die Verantwortung von Landrätin Indra Baier-Müller: „Diese Worte einer verzweifelten 17-Jährigen gehen an Sie“. Ronja Lacher kritisierte, dass der Landkreis Oberallgäu seine Klimschutzförderprogramme streicht. „Im Wahlkampf verspricht die Landrätin, das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Und dann ist Klimaschutz ein Luxusartikel, den man sich nur bei guter Haushaltslage leisten will“, so Lacher weiter. Das längst beschlossene 100-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr im Oberallgäu müsse endlich eingeführt werden. „Frau Baier-Müller, halten Sie Ihre Versprechen ein, damit ich und meine Kinder eine lebenswerte Zukunft haben. Zeigen Sie, dass Ihnen die Jugendlichen nicht egal sind“, mahnte Ronja Lacher.

Sonthofen: Klimaschutz-Aktion von Fridays for Future

Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad
Kerzenaktion und Beamergroßprojektion von Fridays for Future: Fight for 1,5 Grad © Tulachan

Auch Paula Esser von Fridays for Future betonte: „Dieser Geburtstag ist kein frohes Fest. Viel zu wenig ist in den letzten fünf Jahren passiert. Wenn wir es nicht schaffen, die Pariser Klimaziele einzuhalten, drohen unkontrollierbare Folgen bis hin zur völligen Vernichtung der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen.“ Mit einem musikalischen Beitrag unterstrich Paula diese Forderungen. In ihrem Klimalied sang sie: „Vor uns liegt die Sintflut und trotzdem fahren wir weiter ans Meer. Uns fehlt wohl der Verstand und Mut und wenn die Erde bebt, wollen wir das nicht hören“.

Die Reden wurden begleitet durch eine Projektion an eine Hauswand. Darin forderten die Klimaschützer die Landrätin auf, sofort zu handeln: „Please act now, Indra Baier-Müller!“ Da viele der Jugendlichen noch nicht wahlberechtigt sind, fühlen sie sich von der Politik nicht gehört. „Es ist unsere Zukunft und wir werden die Leidtragenden von der Klimapolitik sein“, bekräftigte Xaver aus Oberstdorf in seinem Redebeitrag.

Ein kleiner Erfolg sei jedoch, dass Fridays for Future Sonthofen einen Sitz im Energieausschuss bekommen hätte. Außerdem wurde Mitte Februar das Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 gegründet. Die teilnehmenden Unternehmen, Kommunen und Institutionen verpflichten sich, schrittweise bis spätestens zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden.

Die Aktion fand aufgrund der Corona-Pandemie im kleinen Kreis, mit Abstand und Masken statt.

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