Immenstädter CSU spannt "Ehemalige" ein

Immenstadt - Nicht gut zu sprechen ist derzeit Hans Fischer, pensionierter langjährige Leiter des Hauptamtes und des Geschäftsbereichs Stabsstelle in der Immenstädter Stadtverwaltung, auf den CSU-Ortsverband Immenstadt. Stein des Anstoßes ist der Beitrag „Gutes Betriebsklima ?“ auf der Titelseite des von der Immenstädter CSU herausgegebenen Informationsblattes „Immenstädter Ansichten“, Ausgabe Juni 2013, das an alle Haushaltungen im Immenstädter Stadtgebiet verteilt wurde.

Der Beitrag vermittelt den Lesern des CSU-Infoblattes nach Meinung des früheren Hauptamtsleiters in seiner Thematik und Diktion ein laut CSU in der Stadtverwaltung bestehendes ziemlich negatives Stimmungsbild. Von „Reizklima“ in der Immenstädter Stadtverwaltung und von der Flucht von Mitarbeitern aus Immenstadt sei gar die Rede. Schuld daran trage dem Tenor der Ausführungen zufolge Bürgermeister Armin Schaupp als Chef der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Hans Fischer sieht in dem CSU-Beitrag eine vorgezogene Wahlkampfaktion. Ihn, der nicht in Immenstadt wohnt, würde, so versichert er, das alles überhaupt nicht interessieren, wenn da nicht sein Name aufscheinen würde. Und Letzteres erbost ihn sehr. In dem Beitrag ist im thematischen Gesamtzusammenhang ausgeführt: „Es mag Zufall sein, dass in letzter Zeit immer mehr erfahrene Mitarbeiter der Stadtverwaltung den Rücken kehren und Immenstadt verlassen. Es fing an mit dem langjährigen Hauptamtsleiter Fischer. Ihm folgten aus verschiedenen Gründen...“ Dabei werden weiter „Ehemalige“ der Stadtverwaltung genannt. Hans Fischer macht geltend, dass dadurch der Anschein erweckt werde, er habe es bei Herrn Schaupp nicht mehr ausgehalten und sei deshalb abmarschiert. 

Der jetzige Ruhestandsbeamte ärgert sich über die auf diese Weise von der CSU praktizierte Instrumentalisierung von ihm als früherem städtischen Beamten für Wahlkampfzwecke. Es handle sich keinesfalls um einen privaten Zwist zwischen ihm und der CSU. Vielmehr gehe es um den nicht akzeptablen Vorgang, dass sich eine Partei eines (früheren) städtischen Beamten für Wahlkampfaktionen „bemächtigt“. Fischer betont, dass er mit beziehungsweise unter Bürgermeister Armin Schaupp während der verbliebenen Restdienstzeit von etwa zweieinhalb Jahren gerne und ohne jegliche persönliche Komplikationen gearbeitet habe. „Das war so und nicht anders!“ stellt Fischer gegenüber dem Kreisbote fest. Folglich sei es absurd, die Beendigung des Berufslebens in einen Kontext mit dem von der CSU in dem Beitrag vom Bürgermeister gezeichneten Bild zu stellen. 

Nach über 46 Berufsjahren sei ein Wechsel in den Ruhestand absolut normal. Gegenüber dem CSU-Ortsvorsitzenden hat Hans Fischer seiner Empörung Ausdruck verliehen und deutlich gemacht, dass die CSU selbstverständlich Wahlkampf nach ihrem Gusto machen könne, doch solle sie ihn gefälligst aus dem Spiel lassen. Auch den anderen im Stadtrat vertretenen Parteien und Wählergruppierungen hat er vorsorglich den Hinweis zukommen lassen, dass er in Bezug auf Wahlkampfaktionen außen vor gelassen werden wolle.

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