Fusion: Neue Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu ist fit für den Markt

Eine ideale Partnerschaft

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Sonthofen ist Firmensitz der neuen Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG.

Sonthofen - Zwei Tage nach dem einstimmigen Beschluss der Raiffeisenbank Kempten eG stimmte auch die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd eG – ebenso einstimmig – der Fusion der beiden Banken zu. 

Das neue Unternehmen heißt Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG und will den Erfolgskurs der beiden Genossenschaftsbanken in der Region fortsetzen.

„Geschluckt“ werde keiner der beiden Fusionspartner, hatten die beiden Vorstände der Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd, Heinrich Beerenwinkel und Wilhelm Oberhofer, schon vor einem Jahr festgestellt, als die Verschmelzungspläne Gestalt annahmen. Vielmehr sehen sich sowohl die Raiba Kempten und die Raiba Oberallgäu-Süd durch die Fusion deutlich gestärkt. Es wachse zusammen, was zusammen gehöre, so der Tenor in den Vertreterversammlungen in Kempten und Sonthofen, die jeweils einstimmig der Fusion zustimmten.

„Vorstand, Aufsichtsrat und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Banken sind der eindeutigen Überzeugung, dass ein Zusammenschluss unserer Häuser sinnvoll und notwendig ist, um langfristig und nachhaltig eine starke Genossenschaftsbank in unserer Region zu etablieren“, sagte Heinrich Beerenwinkel. „Wir haben ein zukunftsweisendes Konzept für die Vereinigung unserer Häuser entwickelt“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Das Umfeld für die Banken habe sich in den vergangenen Jahren ständig verschlechtert. Neuen, zum Teil überzogenen Regulierungsmechanismen seien gerade die kleineren Banken ausgesetzt, beschrieb Beerenwinkel die aktuelle Entwicklung und vermisste „das nötige Augenmaß“.

Dennoch, so Beerenwinkel, habe sich das Geschäftsmodell der Genossenschaftbanken bewährt: „Die klare Ausrichtung auf unser Geschäftsgebiet und die hier lebenden Menschen sowie die regionale Verwurzelung sind zentrale Punkte unseres Unternehmensleitbildes und damit selbstverständlich auch unseres Handelns.“ Vor einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld in der Region habe das Unternehmen „den qualitativen Wachstumskurs“ fortgesetzt und seine Marktstellung im südlichen Landkreis weiter gefestigt. Der erneute Anstieg der Bilanzsumme um 2,2 Prozent auf 852 Millionen Euro belege dies eindrucksvoll, so Beerenwinkel.

In geraffter Form stellten Heinrich Beerenwinkel und sein Vorstandskollege Rainer Schaidnagel von der Raiba Kempten die Beweggründe für die Fusion dar. Die Verschmelzung sei alles andere als aus der Not geboren oder unter Druck eingefädelt worden. „Mit dem Zusammenschluss kann eine frühzeitige und zukunftsweisende Weichenstellung für eine leistungsstarke und unabhängige Raiffeisenbank in unserem Raum vergenommen werden“, meinte Beerenwinkel. „Wir haben den ganz großen Vorteil, dass zwei gesunde Partner zueinander finden wollen. Das ist die ideale Voraussetzung für eine gute gemeinsame Zukunft.“ Und Rainer Schaidnagel sprach von einer „noch größeren Strahlkraft einer noch leistungsfähigeren Raiba“, die sich dem Grundsatz „der Mensch im Mittelpunkt“ verpflichtet fühle.

„Fremd“ sind sich die Fusionspartner ohnehin nicht. Seit Jahren pflege man ein „enges und partnerschaftliches Verhältnis“ zu den Kollegen in Kempten, betonte Beerenwinkel. Nicht zuletzt das sei eine wesentliche Voraussetzung für eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Und ein erstes gemeinsames Sommerfest hat es auch schon gegeben – „bei hervorragender Stimmung“, so Beerenwinkel. Es herrrsche bereits heute „ein großes Wir-Gefühl“.

Sitz der „neuen Raiba“ ist Sonthofen. An dem bekannt dichten Geschäftsstellennetz werde nicht gerüttelt. „Wir wolen keine gewachsenen Beziehungen aufbrechen und so sicherstellen, dass die Kompetenz vor Ort bleibt und kurze Entscheidungswege gegeben sind“, unterstrich Beerenwinkel weiter. Die Feinheiten des Zusammenschlusses regelt ein Verschmelzungsvertrag. Darin werden die innere Struktur der „neuen“ Raiba und die Aufgabenverteilung im Vorstand festgehalten.

Josef Gutsmiedl

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