Oberstdorf geht auf s‘Hiisle

Die Oberstdorfer Gastronomen zeigen Flagge mit dem Hinweis auf „s‘ Hiisle“.

Gastfreundschaft wird in Oberstdorf von jeher großgeschrieben. Millionen von Menschen genießen jedes Jahr die Herzlichkeit der Oberstdorfer Gastgeber, die überwältigende Natur und nicht zuletzt die gute Allgäuer Küche.

Zum Kreislauf des Lebens gehört es nun aber unweigerlich dazu, dass man irgendwann einmal eine Toilette benötigt oder wie es in Oberstdorf heißt, auf „s‘Hiisle“ muss. Und nicht immer ist man dann gerade in der Nähe eines öffentlichen WCs. Auf Initiative des Gewerbeverbands Oberstdorf Aktiv e.V. und von Ortsmanager Martin Eulgem haben sich nun eine Reihe von Oberstdorfer Gastronomen im Projekt „s‘Hiisle“ zusammengeschlossen und laden ein, die angebotetenen Toiletten „im Fall des Falles“ zu benutzen – auch wenn man in diesem Haus nichts verzehrt hat.

Kenntlich gemacht werden die teilnehmenden Betriebe durch ein Logo, das an der Türe oder im Fenster des jeweiligen Gasthauses zu finden ist. Eine Liste aller Standorte mit der Information, ob „s‘Hiisle“ auch barrierefrei ist oder ob es dort einen Wickeltisch gibt, ist in einem Flyer enthalten, der an vielen zentralen Stellen im Ort zu finden sein wird. Außerdem gibt es alle Informationen auch auf den Oberstdorfer Internetseiten sowie unter www.hiisle-oberstdorf.de.

„Auch das gehört zur Oberstdorfer Gastfreundschaft“, erklärt Martin Eulgem. „Das Konzept ist keine Erfindung von uns und wird in ähnlicher Form bereits in vielen Orten umgesetzt. Dort erhalten die teilnehmenden Gastronomen jeweils eine finanzielle Entschädigung für den erhöhten Reinigungsaufwand. Die Oberstdorfer Gastronomen stellen ihre WCs bis auf weiteres kostenfrei zur Verfügung. Wir haben allerdings eine Testphase bis Ende 2018 vereinbart.“

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