Gastronomie fordert Verlässlichkeit

Verein "Wirtshauskultur" begrüßt Lockerungen und drängt auf weitere Erleichterungen

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Allgäu – Wie Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder Anfang der Woche bekannt gab, werden die einschneidenden Corona-Maßnahmen in der Gastronomie jetzt weiter gelockert. Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) begrüßt diesen Vorstoß, drängt aber auf weitere Zugeständnisse.

„Wir begrüßen die Lockerung der Kontaktbeschränkungen und die Verlängerung der Öffnungszeiten für die Gastronomie“, sagt VEBWK-Vorsitzender Franz Bergmüller. „Auch dürfen jetzt endlich wieder Veranstaltungen stattfinden. Ein wichtiger Punkt für unsere bayerischen Wirte!“ Ab sofort sind wieder kleinere Trauergesellschaften, Hochzeiten, Taufen und Geburtstage in Gasthäusern möglich. Auch Kartenspielrunden und Stammtische sind jetzt erlaubt. „Nach den einschneidenden Maßnahmen, die ein wirtschaftliches Handeln nahezu unmöglich machten, ist diese Entscheidung für viele Betriebe die Rettung in letzter Sekunde“, so Bergmüller. Auch ein Großteil der Bevölkerung stehe hinter den Lockerungen, verweist Bergmüller auf eine Umfrage des Vereins.

„Auch wenn die verkündeten Erleichterungen ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind, dürfen wir nicht vergessen, dass es noch ein langer Weg ist, bis die Gastronomiebranche in die Normalität zurückkehren kann“, sagt VEBWK-Geschäftsführerin Dr. Ursula Zimmermann. Konkret fordert der Verein, die Öffnungszeiten freizugeben, sowie den Mindestabstand zu verringern. Auch die Tatsache, dass Bedienungen weiterhin Mundschutz tragen müssen, kann die Geschäftsführerin nicht nachvollziehen. „Aus gesundheitlicher Sicht empfinde ich diese Pflicht für Angestellte als höchst bedenklich“, sagt Dr. Ursula Zimmermann.

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