Raus aus der Politikverdrossenheit

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Unser Foto zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des GaYA-Workshops in Sonthofen mit 3. Bürgermeisterin Ingrid Fischer (obere Reihe 3. von rechts), die den Workshop in Sonthofen ermöglichte, und 1. Bürgermeister Christian Wilhelm (oben rechts), der ebenfalls mit großem Interesse daran teilnahm.

Ende Februar hatte das Jugendparlament Sonthofen die Chance, an einem Workshop zum Thema „Raus aus der Politikverdrossenheit“ teilzunehmen. Der von Stadt und Vertretern des Jugendparlaments organisierte Workshop wurde vom Verein Alpenstadt des Jahres und EURAC (European Academy) unterstützt.

Das Projekt GaYA soll die Jugendbeteiligung fördern und ein Anstoß sein, die Jugend mehr in das politische Geschehen der Kommunen einzubinden. Die Gemeinden Idrija in Slowenien, Brig-Glis in der Schweiz und Chambéry in Frankreich sind ebenfalls Teil dieses Projekts.

Dass die Jugendpartizipation auf kommunaler Ebene in Sont­hofen mit dem Jugendparlament schon so gut repräsentiert ist, ist keinesfalls selbstverständlich. Da Sonthofen schon diese Plattform für Jugendliche hat, ging es bei dem zweitägigen Workshop konkret um eine Verbesserung des Arbeitsfortschritts des Jugendparlaments, eine verbesserte Kommunikation und Außenwirkung des Jugendparlaments und die Herangehensweise an Projekte.

Zwölf Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren nahmen die Chance wahr, an diesem Workshop teilzunehmen, der als Startpunkt eines langen Prozesses gesehen werden kann. Die Input-Phase am Freitagnachmittag begann mit einer Erläuterung des Projekts GaYA. Anschließend konnten die Jugendlichen gleich in Diskussion mit dem Landtagsabgeordneten Uli Leiner und einer Sekretariatsmitarbeiterin von Leopold Herz, Gabriele Fischer, gehen, wobei es vor allem um Nachwuchssicherung, Kontinuität und das konkrete Durchsetzen von Projekten ging, was ja auch zentrale Probleme sind, mit denen sich das Jugendparlament konfrontieren muss.

Danach folgte ein Vortrag einer Vertreterin von EURAC, in dem im Wesentlichen betont wurde, dass eine gewisse Methode und Begleitung für eine erfolgreiche Arbeit des JuPas essentielle Bestandteile sind. Darauf folgte ein Bericht von zwei Mitarbeiterinnen eines Jugendzentrums in Idrija, Slowenien, also ein konkretes Beispiel, wie Jugendpartizipation im Alpenraum aussehen und auch zu Erfolg führen kann. Direkt im Anschluss befassten sich die Jugendlichen in Kleingruppen mit Zielgruppen, Zielsetzungen und Auswirkungen, die mit dem Jugendparlament erreicht werden sollen.

Am Samstagmorgen trafen sich die Jugendlichen, diesmal hauptsächlich mit Vertretern des lokalen Stadtrats, wieder, und unter der Leitung der Moderatorin Bettina Hug erarbeiteten sie zuerst anhand von konkreten Fallbeispielen, wie man bereits existierende Projekte aus anderen Alpenstädten und Gemeinden auf Sonthofen übertragen könnte.

Nach kurzen Präsentationen der sechs in Gruppen bearbeiteten Beispiele einigten sich die Teilnehmer mit einer Abstimmung auf „Kinderbeteiligung“ und „Schulübergreifende Projekttage“ als angestrebte Projekte. Im Rahmen der Kinderbeteiligung sind dies zum Beispiel Pflanzaktionen.

Danach beschäftigten sich die Teilnehmer mit Kommunikationskanälen, da viele Jugendliche, aber auch erwachsene Sont­hofer gar nicht wissen, dass es hier ein Jugendparlament gibt. So wurden als nächste Schritte „Persönlicher Kontakt“, „Website und Social Media“ und „Medium Zeitung“ ausgearbeitet und schon konkrete Ideen, beispielsweise, intensiveren Kontakt mit den Schulen, aufzunehmen. Abgeschlossen wurde die Arbeitsphase mit einer Abschlussbesprechung über die Erfahrungen, die die Teilnehmer aus dem Workshop mitnehmen konnten.

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