Gebet mit Auflagen

Gläubige dürfen wieder Gottesdienste feiern

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Symbolbild

Oberallgäu – Seit 4. Mai dürfen Gläubige in Bayern wieder Gottesdienste feiern. Allerdings nur unter Auflagen. Das Bistum Augsburg hat in Abstimmung mit der Bayerischen Staatsregierung ein Konzept für den Ablauf der Gottesdienste erarbeitet.

„Mir ist sehr bewusst, dass die Auflagen eine große Aufmerksamkeit und hohe Disziplin erfordern“, schreibt Bischof Dr. Bertram Meier in einem Brief an die Pfarrämter und Ordensgemeinschaften im Bistum. Es ließen sich jedoch nur so gottesdienstliche Feiern wieder möglich machen, ohne gleichzeitig eine Gefährdung einzugehen.

Eucharistiefeiern am Sonntag dürfen vorerst in jeder Pfarrei oder Pfarreiengemeinschaft nur in den jeweils zwei größten Kirchen angeboten werden. Dafür können in diesen Kirchen auch mehrere Messen in zeitlich angemessenem Abstand gefeiert werden. Katholikinnen und Katholiken des Bistums Augsburg sind jedoch auch weiterhin von der Pflicht zum wöchentlichen Besuch der Sonntagsmesse entbunden.

Die Anzahl der erlaubten Gottesdienstbesucher orientiert sich an den örtlichen Gegebenheiten, heißt es im bayerischen Schutzkonzept. Ein Mindestabstand von zwei Metern ist unbedingt einzuhalten und soll durch eine klare Markierung von Abständen und Laufwegen, der Sperre jeder zweiten/dritten Kirchenbank sowie einer Einlasskontrolle gewährleistet werden. Für alle Gottesdienstbesucher besteht Maskenpflicht.

Auf die Kommunionausteilung in der Eucharistiefeier soll zunächst verzichten werden. Ab Christi Himmelfahrt, am Donnerstag, 21. Mai, soll es laut der diözesanen Bestimmungen wieder eine Kommunionausteilung unter bestimmten Schutzmaßnahmen geben.

Darüber hinaus dürfen die Gottesdienste nicht länger al 60 Minuten dauern. Der liturgische Dienst soll auf ein absolutes Mindestmaß heruntergefahren werden. Im Besonderen ist Chor- oder Gemeindegesang möglichst zu vermeiden. Nach jedem Gottesdienst sollen die Bankreihen zudem gründlich gereinigt werden.

Die vor den Ausgangsbeschränkungen geltenden Schutzmaßnahmen bleiben weiter gültig. Dies betrifft vor allem den Verzicht auf den Friedensgruß, das Mitbringen eigener Gesangbücher sowie das Leeren von Weihwasserkesseln.

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