Unbeliebte Maßnahmen

Corona-Regeln: Tourismusverein kritisiert Öffnungskonzept

Der Tourismusverein Großer Alpsee Immenstadt übt scharfe Kritik an der Öffnungsstrategie in Bayern
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„Wie kann man nur auf die Idee kommen, die Öffnung des Tourismus an einen so wandelbaren Faktor wie die 7-Tage-Inzidenz zu knüpfen?“ heißt es in der Pressemitteilung des Tourismusvereins

Oberallgäu — Der Tourismusverein Großer Alpsee Immenstadt übt scharfe Kritik an der Öffnungsstrategie in Bayern, wonach der Tourismus an die Inzidenz gebunden ist.

Ab dem 21. Mai ist es den Übernachtungsbetrieben erlaubt, Gäste zu beherbergen – falls die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Konkret müssen die Werte fünf Tage in Folge niedriger als 100 sein, Öffnungszeitpunkt ist dann der übernächste Tag nach dieser Frist. Sollten an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Werte wieder bei oder über 100 liegen, so müssen die Hotels und Gaststätten am übernächsten Tag nach den Regelungen der Bundes-Notbremse schließen.

Die Lockerungen für den Urlaub in Bayern hatte das Kabinett letzte Woche beschlossen. Nun regt sich Kritik beim Tourismusverein Großer Alpsee Immenstadt.

Tourismusverband spricht von „Unberechenbarkeit“

„Wie kann man nur auf die Idee kommen, die Öffnung des Tourismus an einen so wandelbaren Faktor wie die 7-Tage-Inzidenz zu knüpfen? Mit der Inzidenzabhängigkeit der Öffnung ist das Chaos nun perfekt. Sowohl die Gäste als auch die Gastgeber können mit so einer Unberechenbarkeit nichts anfangen. Besonders unverständlich ist die Tatsache, dass selbst bei kontaktlosem Urlaub - wie in Ferienwohnungen – eine solche Regel greifen soll“, heißt es in der Pressemitteilung des Tourismusvereins.

Dazu komme, dass nun „sämtliche Länder um uns herum ohne diese sinnbefreite Auflage öffnen“. Beispielsweise ist ab 19. Mai Urlaub in Österreich inzidenzunabhängig wieder möglich. Und weiter: „Für uns als kleine Vermieter, die auch noch größtenteils bei den Hilfszahlungen vergessen wurden, geht das auf keine Kuhhaut und ist existenzbedrohend! Wie es aussieht, ist die Pfingstsaison für uns gelaufen und wir müssen unseren Gästen absagen. Sollte der Wert unter 100 sinken und bleiben, und die Gäste dürfen anreisen, können wir sie wieder nach Hause schicken, wenn er die 100 Marke übersteigt. Wir erwarten, dass die Politik hier nachsteuert und eine inzidenzunabhängige Öffnung zulässt“, so die Vorsitzende Sabine Mohr.

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